Die Dekarbonisierung der Industrie gewinnt zunehmend an Bedeutung. Während dabei die Steigerung der Energieeffizienz und die Reduktion prozessbedingter Emissionen einen hohen Stellenwert einnehmen und schon deutliche Effekte zeigen, ist die Zusammenführung der schwankenden Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien und den häufig zahlreich vorhandenen betrieblichen Flexibilitätsoptionen in der Praxis noch von untergeordneter Bedeutung. Ein wesentlicher Baustein um diese Lücke zu schließen sind flexible Stromtarife, die den Industrie-unternehmen eine wirtschaftlich attraktive Ausnutzung ihrer Flexibilitätspotenziale ermöglichen und auch durch den Versorger sinnvoll abbildbar sind. In diesem Beitrag beleuchten wir drei zentrale Grundmodelle flexibler Stromtarife mit Blick auf ihre Einsatzschwerpunkte in der Praxis. Dies soll Industrieunternehmen und Versorgern helfen, flexible Stromtarife erfolgreich einzuführen.