Eine Vielzahl technologischer Entwicklungen der letzten zehn Jahre trägt dazu bei, dass sich die heutige industrielle Arbeitswelt dramatisch verändert. Immer stärker dringen Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Automatisierungstechnik und Robotik in die Arbeitswelt vor. Im Kontext von Industrie 4.0 steigt die Vernetzung der Systeme und es werden Sensordaten, Zustandsinformationen sowie Steuerungsbefehle ausgetauscht. Dies schafft Voraussetzungen für neue Arten von Produktionskonzepten wie das „Remote Manufacturing“. Das Remote Manufacturing beschreibt eine delokalisierte Produktion, welche die räumliche Einheit der Produktionsfaktoren aufhebt. Es wird nicht länger notwendig sein, die Produktionsfaktoren, bestehend aus Elementarfaktoren (Arbeit, Werkstoffe, Betriebsmittel), und die dispositiven Faktoren (Planung, Leitung, Überwachung, Organisation) an einem Ort zu kombinieren. Zukünftig wird es möglich sein, Produktionsanlagen im Ausland zu betreiben und diese auf Prozess-ebene von Deutschland aus zu überwachen und zu steuern. In diesem Beitrag werden das wirtschaftliche Umfeld und die Motivation für eine delokalisierte Produktion analysiert sowie erste Erfahrungen der technologischen Umsetzbarkeit präsentiert.
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