Die heute geänderte Industrieinfrastruktur sowie die explosionsartige Durchdringung der Internet- und E-Business-Anwendungen haben zu einem starken Wandel der PDM-Technologie geführt. Eine Vielzahl neuer Begriffe wie z.B. VPDM (Virtual Product Development Management), CPDM (Collaborative Product Development Management), CPC (Collaborative Product Commerce), PLM (Product Lifecycle Management) etc. (Bild 1) versuchen die technologischen Erneuerungen zum Ausdruck zu bringen. Diese führen aber zu einer zusätzlichen Desorientierung und Verunsicherung sowie zu inhaltlichen Abgrenzungsproblemen bei potentiellen Anwendern. Zur allgemeinen Verwirrung tragen auch neue Lösungsangebote aus dem ERP-Umfeld sowie aus dem E-Business-Bereich bei, die eine Abdeckung aller an PDM-Systeme gestellten Anforderungen für sich in Anspruch nehmen. Haben eigenständige, klassische PDM-Lösungen noch eine Existenzberechtigung in der künftigen IT-Unternehmensstruktur oder werden diese innerhalb umfassenderer Systeme verschwinden? Wo liegen die Grenzen der heutigen PDM-Technologie? Der vorliegende Beitrag versucht Antworten auf diese Fragen zu geben, indem der heutige Stand der PDM-Lösungen und die wichtigsten Entwicklungstrends vorgestellt und bewertet werden.