Unsicherheit

Globale Wertschöpfungsketten in Zeiten von COVID-19

Globale Wertschöpfungsketten in Zeiten von COVID-19

Wie lässt sich die damit verbundene Unsicherheit reduzieren?
Manuel Rupprecht
Das SARS-CoV-2-Virus stellt die Weltwirtschaft vor ungeahnte Herausforderungen. Nie zuvor geriet das Wirtschaftsgeschehen so schnell, so stark und von so vielen Seiten gleichzeitig unter Druck. Die Nachfrage nach Gütern brach ein, weil sich Konsumenten - teils gezwungenermaßen - zurückhielten, und das Angebot ging zurück, weil den Unternehmen plötzlich Mitarbeiter oder Vorprodukte fehlten. Infolgedessen drehten sämtliche Konjunkturindikatoren abrupt ins Negative. Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung erreichte dagegen Rekordhöhen. Inzwischen scheint die wirtschaftliche Talsohle zwar durchschritten, doch die Unsicherheit bleibt hoch. Dies hängt nicht zuletzt mit der Bedeutung globaler Wertschöpfungsketten zusammen. Deren Störung trug maßgeblich zu den genannten Verwerfungen auf der Angebotsseite bei; für die lokale Produktion sind sie jedoch bis heute zentral. Der Beitrag diskutiert die skizzierten Entwicklungen und zeigt Möglichkeiten für eine Reduktion der ...
Industrie 4.0 Management | 37. Jahrgang | 2021 | Ausgabe 1 | Seite 22-26 | DOI 10.30844/I40M_21-1_S22-26
Operationalisierung der Agilität

Operationalisierung der Agilität

Agilitätsdimensionen und Stellgrößen
Christian Rabitsch, Matthias Schurig, Christian Ramsauer
Zunehmende Marktvolatilität und steigende Unsicherheit zwingen Produktionsunternehmen, ihr Produktionskonzept an sich stark verändernde Umweltbedingungen anzupassen. Die Ausrichtung nach dem Konzept der agilen Produktion kann der Schlüssel zum Erfolg in einem solch schwierigen Marktumfeld sein. Um die Agilität eines Unternehmens zu steigern, muss darüber in vier Dimensionen nachgedacht werden. Während ein nach Lean Production ausgerichtetes Unternehmen versucht, eine Zielgröße zu optimieren, ist es für eine agile Produktion erforderlich, zwei Zielgrößen gleichzeitig zu adressieren. Der vorliegende Beitrag diskutiert diese Agilitätsdimensionen sowie Zielgrößen und zeigt praktische Beispiele dafür auf.
Industrie Management | 31. Jahrgang | 2015 | Ausgabe 4 | Seite 48-52
Finanzialisierung contra Globalisierung?

Finanzialisierung contra Globalisierung?

Reibungen zwischen Produktionsinternationalisierung und kapitalmarktorientierter Steuerung
Klaus Dörre
Der Beitrag argumentiert, dass zwischen Internationalisierung der Produktion und finanzmarktgetriebener Finanzialisierung ein Spannungsverhältnis besteht. Die quantifizierende Logik kapitalmarktorientierter Steuerungsformen abstrahiert von qualitativen Kriterien. Das kann die Innovationsfähigkeit von Unternehmen schwächen. Eine effizientere Regulierung der Finanzmärkte ist daher auch nötig, um internationale Produktionsnetzwerke zu stabilisieren.
Industrie Management | 23. Jahrgang | 2007 | Ausgabe 1 | Seite 31-34