Dass die Geschwindigkeit eines Ruderboots mit der zeitlichen Übereinstimmung der Ruderschläge zu tun hat, ist eine hinlänglich bekannte Tatsache. Wer aus dem Rhythmus kommt, verliert an Leistung und braucht daher länger, um das Ziel zu erreichen. Was für den Erfolg eines Ruderteams gilt, kann auch auf industrielle Logistikprozesse übertragen werden. Synchronisierte Materialflüsse über verschiedene Stufen einer Supply Chain hinweg ermöglichen eine Steigerung der Durchsatzleistung bei gleichzeitig stabileren Prozessen. Der vorliegende Beitrag basiert auf Forschungsergebnissen zum Thema „Synchronisierte Logistikprozesse“, welche in den letzten Jahren an der Fakultät Betriebswirtschaft der Hochschule München erzielt wurden. Auf Basis von bereits in der Verkehrsdynamik erfolgreich eingesetzten Modellen wurde der Zusammenhang zwischen Synchronisation, Produktivität und Stabilität von Materialflüssen eingehender untersucht.