Physical Internet

Horizontale Kollaboration im Physical Internet

Horizontale Kollaboration im Physical Internet

Eine kritische Betrachtung
Tobias Meyer, Evi Hartmann
Um den Gütertransport ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltiger zu gestalten, müssen ganzheitliche Maßnahmen gefunden werden. Das Konzept des Physical Internets bietet eine solche ganzheitliche Lösung für die Logistik und insbesondere den Gütertransport. Jedoch ist bisher noch nicht geklärt, wie die benötigte horizontale Kollaboration zwischen Logistikunternehmen der gleichen Supply Chain Ebene im Physical Internet erreicht werden kann. Die Vorteile von Kollaborationen scheinen die Bedenken hinsichtlich Vertrauen und Datensicherheit nicht aufwiegen zu können, weshalb nur wenige Unternehmen auf gemeinsame Logistikaktivitäten setzen. Stattdessen werden logistische Prozesse zunehmend wiedereingegliedert, was zu ähnlichen Strukturen führt, wie sie im Physical Internet definiert sind. Doch auch eine solche Internalisierung wirft Fragen hinsichtlich freier Marktstrukturen auf. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über horizontale Kollaboration in der Logistik und ...
Industrie 4.0 Management | 36. Jahrgang | 2020 | Ausgabe 5 | Seite 7-10
Datenqualitätssteigerung als Enabler des Physical Internets

Datenqualitätssteigerung als Enabler des Physical Internets

Steigerung von Datenqualität mittels Methoden der Datenfusion und der Entscheidungsfusion
Jokim Janßen, Tobias Schröer
Das Physical Internet (PI) basiert auf einer physischen, digitalen und operativen Interkonnektivität, ohne die ein weltweit fragmentiertes und standardisiertes Gütertransportsystem nicht effizient arbeiten könnte. Zur Selbststeuerung von globalen Warenströmen sind valide Eingangsdaten notwendig [1]. Darüber hinaus ist ein hohes Vertrauen in Steuerungsentscheidungen für eine weitreichende Akzeptanz aller Akteure und Kunden der Logistikbranche unabdingbar. Diese beiden Ziele können nur durch eine hohe Datenqualität erreicht werden. Neben der Erhöhung der Datenqualität durch Automatisierung oder Einsatz von erweiterter Sensorik [2] bieten Methoden der Datenfusion und der Entscheidungsfusion große Potenziale [3]. Dieser Beitrag beschreibt ein methodisches Vorgehen zur Analyse dieser Potenziale. Darüber hinaus wird anhand eines Transitcenters dieses Vorgehen beispielhaft durchgeführt.
Industrie 4.0 Management | 36. Jahrgang | 2020 | Ausgabe 5 | Seite 11-14
Physical Internet und die Auswirkung auf die intelligenten Lademittel

Physical Internet und die Auswirkung auf die intelligenten Lademittel

Bestandsführung von Lademitteln durch Software as a Service
Johannes Oberndorfer, Markus Steinheimer, Alexander Hübl
Aufgrund der steigenden Komplexität des unternehmensübergreifenden Gütertransports wird es immer schwieriger, eine Bestandsführung von Lademitteln in Echtzeit über die gesamte Supply Chain sicherzustellen. Durch die Kombination verschiedener Tauscharten, wie z. B. der klassische Zug-um-Zug Tausch oder das Führen von Bestandskonten zwischen Unternehmen, kann oftmals keine eindeutige Zugehörigkeit der Lademittel zu den jeweiligen Unternehmen gewährleistet werden. Diesem Zustand ist zu verdanken, dass die benötigten zeitlichen und finanziellen Ressourcen aufgrund des hohen Verwaltungsaufwands stetig zunehmen - auch, um den Schwund der Lademittel möglichst gering zu halten. Um diese Probleme in Zukunft in den Griff zu bekommen, sind das Logistikum der FH Oberösterreich und die ControllerBox GmbH im Begriff, die Art der Bestandsführung von Lademitteln innerhalb der Supply Chains weiter zu entwickeln. Durch den Einsatz einer State-of-the-Art Software as a Service (SaaS) Lösung ...
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 6 | Seite 53-56