Lernfabrik

Lernen mit Assistenzsystemen

Lernen mit Assistenzsystemen

Vor lauter Aufgaben den Prozess nicht sehen?
Gergana Vladova, Philip Wotschack ORCID Icon, Patricia de Paiva Lareiro, Norbert Gronau ORCID Icon, Christof Thim
Der Beitrag beschreibt die Konzeption und Durchführung und bietet einen Einblick in die ersten Ergebnisse einer Untersuchung mit experimentellem Design in einer simulierten Prozessumgebung im Forschungs- und Anwendungszentrum Industrie 4.0 in Potsdam. Im Mittelpunkt stehen Anlernprozesse im Bereich der Einfacharbeit (Helfertätigkeiten) und ihre Gestaltung durch den Einsatz digitaler Assistenzsysteme. In der Arbeitsforschung finden sich Hinweise darauf, dass mit dem Einsatz dieser Systeme Prozesswissen verloren geht, im Sinne einer guten Kenntnis des gesamten Arbeitsprozesses, in den die einzelnen Tätigkeiten eingebettet sind. Das kann sich als Problem erweisen, vor allem wenn unvorhersehbare Situationen oder Fehler eintreten. Um die Rolle von Prozesswissen beim Einsatz von digitalen Assistenzsystemen zu untersuchen, wird im Experiment eine echte Fabriksituation simuliert. Die Probanden werden über ein Assistenzsystem Schritt für Schritt in ihre Aufgabentätigkeit angelernt, einem ...
Industrie 4.0 Management | 36. Jahrgang | 2020 | Ausgabe 3 | Seite 16-20 | DOI 10.30844/I40M_20-3_S16-20
„Keine Angst vor Industrie 4.0!“

„Keine Angst vor Industrie 4.0!“

Vier Maßnahmen zur Vorbereitung von Unternehmen auf die neuen Anforderungen menschlicher Arbeit in der Industrie 4.0
Holger Kohl, Thomas Knothe ORCID Icon, Burkhard Schallock, Julia-Anne Scholz
Aus den Trends zu kundenindividuelleren Produkten und kürzeren Produktlebenszyklen entstehen Herausforderungen, denen Unternehmen mit dem Einsatz von Industrie 4.0-Technologien zu begegnen versuchen. Die damit verbundene Digitalisierung und Automatisierung ruft bei Arbeitnehmern in der verarbeitenden Industrie insbesondere Ängste vor Veränderungen in den Arbeitsabläufen und -anforderungen hervor. In diesem Beitrag werden vier zentrale soziotechnische Gestaltungsmaßnahmen vorgeschlagen, mit denen sich Unternehmen in die Lage versetzen können, die neuen Anforderungen menschlicher Arbeit in der Industrie 4.0 bewältigen zu können - und somit den Ängsten entgegenwirken zu können. Im Mittelpunkt stehen die Steigerung der unternehmerischen Agilität sowie der Ausbau der Mitarbeiterkompetenzen.
Industrie 4.0 Management | 35. Jahrgang | 2019 | Ausgabe 6 | Seite 37-41
Mobile IIoT-Technologien in hybriden Lernfabriken

Mobile IIoT-Technologien in hybriden Lernfabriken

Szenariobasierte Entwicklung von Prozessverständnis als Basis für Handlungskompetenz
Malte Teichmann ORCID Icon, André Ullrich ORCID Icon, Benedict Bender, Norbert Gronau ORCID Icon
Der Wandel zur automatisierten Produktion, die fortschreitende Digitalisierung der Wertschöpfungsprozesse sowie die stetige Implementierung von mobilen Industrial Internet of Things-Technologien (IIoT) in diese zur Unterstützung der Mitarbeiter stellen betriebliche Weiterbildung vor Herausforderungen. Komplexere Anforderungen und veränderte Tätigkeitsprofile erfordern Handlungskompetenzen bei Mitarbeitern im Sinne der Fähigkeit, in unbekannten Situationen auf Basis eigenen Könnens handlungsfähig zu bleiben [1]. Jene sowie dafür notwendiges umfassendes Verständnis gegenüber digitalisierten Produktionsprozessen [2] kann jedoch durch konventionelle Lehrmethoden nicht realisiert werden, da diese der erhöhten Anforderungskomplexität und den komplexen Rückkopplungen im Rahmen der Steuer- und Regelkreise nicht gerecht werden können. Diese Aspekte aufgreifend wird im Folgenden ein szenariobasierter Weiterbildungsansatz für eine Lernfabrik vorgestellt, der insbesondere die ...
Industrie 4.0 Management | 34. Jahrgang | 2018 | Ausgabe 3 | Seite 21-24 | DOI 10.30844/I40M_18-3_S21-24
Green Factory Bavaria am Standort Augsburg

Green Factory Bavaria am Standort Augsburg

Forschungs-, Demonstrations- und Schulungsplattform
Christian Gebbe, Johannes Glasschröder, Gunther Reinhart
Die Green Factory Bavaria ist ein Forschungsprojekt, bei dem an mehreren Standorten in Bayern eine Plattform aufgebaut wird, um die Ressourceneffizienz in der Fertigung weiter zu steigern. Diese Plattform soll sowohl zu Forschungs- als auch zu Demonstrations- und Schulungszwecken dienen. Am Standort Augsburg wurde aus diesem Grund eine Prozesskette entworfen, die aus einem additiven Fertigungsschritt und nachfolgenden Reinigungs- und Verpackungsschritten besteht. Die Forschungsschwerpunkte in diesen Bereichen sowie das Schulungskonzept werden in diesem Beitrag erläutert.
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 1 | Seite 39-42
Erhöhung der Ressourceneffizienz durch Industrie 4.0

Erhöhung der Ressourceneffizienz durch Industrie 4.0

Ausgewählte Anwendungsfelder von Industrie 4.0 in der nachhaltigen Produktion
Thom Wienbruch, Dieter Kreimeier, Bernd Kuhlenkötter ORCID Icon
Die Verringerung der Ressourcenverbräuche der deutschen Industrie und deren effizienter Einsatz waren in den letzten Jahren ein sehr präsentes Thema in der öffentlichen Wahrnehmung. Aktuell ist zudem das Thema Industrie 4.0 in den Fokus gerückt. Durch die in der Strategie Industrie 4.0 zusammengefassten Ansätze ergeben sich neue Potenziale zur weiteren Verbesserung der Ressourcen-effizienz. In diesem Beitrag wird zunächst ein an der Ruhr-Universität Bochum entwickelter Ansatz vorgestellt, der eine Gesamtstruktur zur Verbesserung der Ressourceneffizienz in der Produktherstellung beschreibt. Auf Grundlage dieses Ansatzes wird anschließend eine Übersicht über einige Anwendungsfelder und die darin möglichen Potenziale und Anwendungsfelder durch Indus-trie 4.0 im Bereich Ressourceneffizienz eingegangen. Abschließend wird ein kurzer Ausblick auf weitere Verbesserungspotenziale durch die Erweiterung des Betrachtungsrahmens auf die gesamte Wertschöpfungskette über den ganzen ...
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 1 | Seite 62-66
Institut für Industriebetriebslehre und Innovationsforschung

Institut für Industriebetriebslehre und Innovationsforschung

Technische Universität Graz
Mario Kleindienst
Das Institut für Industriebetriebslehre und Innovationsforschung beschäftigt sich in Forschung und Lehre mit unterschiedlichen Themen entlang des Produktentstehungsprozesses. Der Fokus liegt dabei auf den Bereichen des Produktions- und Innovationsmanagements. Unter anderem wurde eine Lernfabrik entwickelt, um einerseits als Plattform für die Forschung im Umfeld der Industriebetriebslehre zu dienen, aber andererseits auch um die Ergebnisse der Forschung in die Breite zu tragen. Dazu werden sowohl Studierende als auch Unternehmenspartner durch Schulungen und Demonstrationen in der Lernfabrik an Themen wie Industrie 4.0 herangeführt. Ferner betreibt das Institut auch ein FabLab bzw. Maker Space, in welchem moderne Produktionsanlagen der breiten Öffentlichkeit zur Unterstützung der Innovationsfähigkeit zur Verfügung gestellt werden. Dieser Beitrag soll das Institut und seine Betätigungsfelder vorstellen.
Industrie 4.0 Management | 32. Jahrgang | 2016 | Ausgabe 4 | Seite 34-35
Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen

Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen

Technische Universität Darmstadt
Andreas Wank
Das Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen lehrt und forscht auf dem Gebiet der Zerspanung metallischer Werkstoffe, der Konstruktion und Auslegung von Werkzeugmaschinen und Komponenten sowie der Prozessoptimierung, Produktionsorganisation und Energieeffizienz im produktionstechnischen Umfeld. Die Digitalisierung und Vernetzung in der Produktion bildet hierbei ein Querschnittsthema, welches alle Schwerpunkte miteinander verbindet.
Industrie 4.0 Management | 32. Jahrgang | 2016 | Ausgabe 4 | Seite 24-25
Technologiezentrum Produktions- und Logistiksysteme

Technologiezentrum Produktions- und Logistiksysteme

Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut
Stefan Kaspar
Das Technologiezentrum Produktions- und Logistiksysteme (TZ PULS) am Standort Dingolfing der Hochschule Landshut fokussiert die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen der Region durch Wissens- und Technologietransfer. Dabei stellt das TZ PULS insbesondere mit der 900 m² großen Muster- und Lernfabrik, 300 m² Projektfläche sowie einer modernen Produktionslogistikausstattung die bestmöglichste Infrastruktur zur Verfügung, um als zentraler Veranstaltungs-, Forschungs-, und Demonstrationsort für den Dialog mit den Unternehmen der Region zu dienen. Den thematischen Kern der Forschungsaktivitäten bildet die „Intelligente Produktionslogistik“, d. h. der innovative Einsatz von Lösungen der Industrie 4.0 in der Produktionslogistik zur Erschließung weiterer Effizienzpotenziale. Das TZ PULS profitiert von der intensiven Verknüpfung zwischen Wissenschaft und Industrie - und stellt selbst einen wesentlichen Teil dieser Verknüpfung dar: Ein ...
Industrie 4.0 Management | 32. Jahrgang | 2016 | Ausgabe 4 | Seite 52-53
Situative Lernfabrik

Situative Lernfabrik

Ein soziotechnischer Aus- und Weiterbildungsansatz für Industriearbeit 4.0
Sabine T. Koeszegi, Georg Reischauer
Industriearbeit 4.0 steht für digitale und dezentrale Industriearbeit, die Facharbeiter durch Mehrdeutigkeit, Selbstorganisation und Vernetzung herausfordern wird. Der vorliegende Beitrag stellt mit der situativen Lernfabrik einen umfassenden Ansatz vor, der Facharbeiter für diese Herausforderungen qualifiziert. Die situative Lernfabrik simuliert softwarebasiert unterschiedlich komplexe Situationen auf dem Shopfloor. Analog zu einem Flugsimulator erwerben Facharbeiter durch die spielerische Absolvierung von herausfordernden und praxisnahen Situationen wertvolles Erfahrungswissen und verbessern zugleich ihre IT-Kompetenz. Dadurch bereitet die situative Lernfabrik Facharbeiter umfassend und punktgenau für Industriearbeit 4.0 vor.
Industrie 4.0 Management | 32. Jahrgang | 2016 | Ausgabe 3 | Seite 27-30
Aufbau und Umsetzung einer Lernfabrik

Aufbau und Umsetzung einer Lernfabrik

Produktionsnahe Lean-Weiterbildung in der Prozess- und Pharmaindustrie
Stefan Doch, Sara Merker, Frank Straube ORCID Icon, Daniel Roy
Für eine nachhaltige Realisierung effizienter Prozesse bedarf es einer Organisationskultur, durch die eine fortwährende Optimierung sichergestellt wird. Zur Erreichung dieser operativen Exzellenz sind die Fähigkeiten der Mitarbeiter im Hinblick auf die Identifizierung und aktive Förderung von Verbesserungen zu entwickeln. Die Ideen und Methoden des Lean Managements müssen dazu auf allen Hierarchieebenen verinnerlicht werden (Lean Thinking). Als geeignete Plattform für die Unterstützung dieses Transformationsprozesses haben sich vielfach Lernfabriken erwiesen. Für den Standort Deutschland wurde nun erstmalig dieses Konzept auf die Prozessindustrie mit ihren besonderen Anforderungen übertragen und in einem Pharmaunternehmen realisiert. Die Schritte zur Planung und Umsetzung dieser industriespezifischen Lernfabrik werden mit den identifizierten Erfolgsfaktoren im vorliegenden Beitrag dargestellt.
Industrie Management | 31. Jahrgang | 2015 | Ausgabe 3 | Seite 26-30
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