Kybernetik

Der Kognitive Loop

Der Kognitive Loop

Und wie sich „Intelligenz“ auf Siliziumbasis konstelliert
Claus Riehle, Thorsten Pötter, Thomas Steckenreiter
In der Prozesstechnik denkt man in Produktionsoperationen, die von Sensoren und Aktoren gesteuert bzw. geregelt werden. Und jede Realisierung von Stoffumwandlung basiert auf einem physischen Substrat, was in gleicher Weise für lebende Systeme und ihr Verhalten gilt. Unterschieden werden in dem Beitrag drei Systemebenen: die Funktionsebene, das Interface zur Umwelt und die kognitive Ebene . Mithilfe dieser drei Ebenen lässt sich der Lernzyklus bzw. der bisherige sehr gut veranschaulichen. Vergleicht man in dieser Unterscheidungsweise intelligentes Verhalten von Menschen mit den technischen Entwicklungsstufen Maschinisierung, Automatisierung, Regelung und Deep Learning, dann wird das in der kybernetisch-soziologische Systemtheorie gängige Merkmal „“ verständlich. Daraus wird der Schluss gezogen, dass wir im Rahmen einer digitalisierten Kultur von Produktion und Organisation mit einem auf Silizium-Basis (SI) rechnen sollten. Um diese Analogie hervorzuheben, bezeichnen wir das vom ...
Industrie 4.0 Management | 36. Jahrgang | 2020 | Ausgabe 2 | Seite 52-56 | DOI 10.30844/I40M_20-2_S52-56
Kybernetisches Innovationsmanagement für wissensintensive Organisationen

Kybernetisches Innovationsmanagement für wissensintensive Organisationen

Alan Hansen, Florian Welter, Anja Richert, Frank Hees, Sabina Jeschke
Das Management von Innovationsprozessen erfolgt in wissensintensiven Organisationen häufig anhand linearer Modelle wie Stage-Gate-Ansätzen, die hohe Anforderungen an Planbarkeit stellen. Eine sinnvolle Erweiterung derartiger Ansätze bieten kybernetische Prinzipien, die ein iteratives Management von Innovationsprozessen unter Betrachtung großer Systemrahmen unterstützen. Entscheidungsträger sind in dieser Hinsicht verstärkt gefordert, ihre lineare Perspektive auf Innovationsprozesse durch die Analyse und Gestaltung innovationsförderlicher Rahmenbedingungen zu erweitern und damit die Ausschöpfung aller vorhandenen menschlichen, organisationalen und technischen Innovationspotenziale zu unterstützen. Ein praxiserprobtes Tool zur Diagnose und Gestaltung innovationsförderlicher Rahmenbedingungen bietet der Strategieplaner innoBOOST.
Industrie Management | 30. Jahrgang | 2014 | Ausgabe 3 | Seite 30-34