Industrie 4.0

Ein digitales Universalwerkzeug für die Produktionsanalyse

Ein digitales Universalwerkzeug für die Produktionsanalyse

Entwicklung einer Web-App zur methodenübergreifenden Analyse von Produktionsprozessen
Constantin Grabner, Thomas Schoop, Hermann Lödding ORCID Icon
Eine gründliche Analyse ist die Grundlage für eine zielgerichtete Verbesserung von Produktionsprozessen. Insbesondere im Umfeld von Lean Production sind zahlreiche Analysemethoden und -werkzeuge entstanden, die es erfordern, umfangreiche Informationen über Produktionssysteme zu erfassen. Die Digitalisierung bietet die Möglichkeit, den Aufwand für die Erfassung und Auswertung deutlich zu reduzieren. Das Institut für Produktionsmanagement und -technik (IPMT) der Technischen Universität Hamburg hat in Zusammenarbeit mit dem Medizintechnikunternehmen Dräger eine geräteunabhängige Web-App zur Analyse von Produktionsprozessen entwickelt. Dieser Beitrag beschreibt, welche Datenstrukturen und Technologien es ermöglichen, gängige Analysemethoden zu nutzen und sie an unternehmensspezifische Problemstellungen anzupassen.
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 6 | Seite 7-10
Offshore-Servicelogistik 4.0

Offshore-Servicelogistik 4.0

Einsatzpotenziale für die Offshore-Windenergie durch Industrie 4.0-Ansätze
Thies Beinke, Moritz Quandt, Michael Freitag ORCID Icon, Thomas Rieger
Mit dem stetigen Ausbau der Offhore-Windenergie in Deutschland steht auf-grund der hohen Betriebskosten der wirtschaftliche Anlagenbetrieb besonders im Fokus der Branche. Instandhaltungseinsätze werden überwiegend mit Serviceschiffen durchgeführt, deren Einsätze aufgrund der vorherrschenden Wetterbedingungen auf See eine optimale Planung und Steuerung erfordern. In diesem Beitrag werden zunächst die Prozesse eines Servicedienstleisters für die logistische Unterstützung von Instandhaltungsmaßnahmen dargestellt und die einsatzbezogenen Informationsbedarfe aufgezeigt. Auf dieser Basis werden geeignete Industrie 4.0-Technologien identifiziert, um die Informationstransparenz über die Service Supply Chain zu erhöhen. In Verbindung mit einem kooperativen Planungs- und Steuerungsinstrument kann auf diese Weise eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage für die Einsatzdurchführung geschaffen werden. Dies trägt unmittelbar zu einer Senkung der Betriebskosten für die Servicelogistik ...
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 6 | Seite 43-47
I4M 6/2017: Betriebssysteme für Fabriken

I4M 6/2017: Betriebssysteme für Fabriken

Maßnahmen und Riskomanagement in der vernetzten Fabrik
Durch bahnbrechende Innovationen in industriellen Revolutionen konnten die Produktivität gesteigert und Kosten gesenkt werden. Die nächste revolutionäre Veränderung bringt nun die Digitalisierung. Bauteile werden mit Intelligenz ausgestattet und steuern sich selbst durch Produktionsprozesse. Bestehende Unternehmen müssen Geschäftsprozesse, Produkte und Services digitalisieren, um den Anschluss an die digitalisierte Wirtschaft nicht zu verpassen.
Industrie 4.0 – Disruptive Geschäftsmodellinnovation oder „nur“ Geschäftsprozessoptimierung?

Industrie 4.0 - Disruptive Geschäftsmodellinnovation oder „nur“ Geschäftsprozessoptimierung?

Christian Leyh, Doreen Gäbel
Eine Untersuchung von Industrie 4.0-Anwendungsbeispielen ausgewählter Unternehmen mit Blick auf mögliche, resultierende Geschäftsmodellinnovationen zeigt, dass diese durch Industrie 4.0-Projekte durchaus herbeigeführt werden. Die Ergebnisse der Untersuchungen stellen jedoch auch dar, dass der Anteil der Geschäftsmodellinnovationen mit 22 % der 158 untersuchten Unternehmenseinträge in einem eher niedrigen Bereich liegt. Disruptive, d. h. branchenlogikdurchbrechende Geschäftsmodellinnovationen finden sich vor allem bei den Unternehmen des produzierenden Gewerbes. Hier steht nicht mehr allein die Herstellung bzw. Verarbeitung von Produkten im Vordergrund, sondern auch ein deutlicher Mehrwert für den Kunden. In diesem Beitrag werden die genannten Aspekte weiter ausgeführt und weitere ausgewählte Untersuchungsergebnisse dargelegt.
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 5 | Seite 33-38
Industrie 4.0 Geschäftsmodelle

Industrie 4.0 Geschäftsmodelle

Ein Analyse-Raster zum Erkennen von Industrie 4.0 Potenzialen und notwendigen Veränderungen
Patricia Deflorin, Maike Scherrer, Janick Amgarten
Industrie 4.0 umfasst viel mehr als Sensoren, Aktoren und Vernetzungskomponenten. Die Technologien ermöglichen einerseits das Anbieten neuer Produkte und Dienstleistungen für den Kunden, andererseits führen sie zu internen Effizienzsteigerungen. Anhand des Industrie 4.0 Geschäftsmodells wird visualisiert, welche Ziele eine Industrie 4.0 Initiative verfolgt, welcher Wert für den Kunden entsteht, welche Leistungen intern zu erbringen sind, welche Technologien und Fähigkeiten benötigt werden und welche Informationssysteme die Vernetzung zwischen Kunden, Lieferanten und innerhalb des Unternehmens ermöglichen. Wichtig ist dabei, dass die Dimensionen der Industrie 4.0 Geschäftsmodelle aufeinander abgestimmt sind.
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 5 | Seite 21-24
Industrie 4.0 in Unternehmens-strukturen der deutschen Wirtschaft

Industrie 4.0 in Unternehmens-strukturen der deutschen Wirtschaft

Einflussfaktoren und Herausforderungen
Maike Schlote, Sophia Gross-Fengels, Stefan Lier, Wiebke Baille, Sulamith Frerich
Trotz der hohen Anzahl kürzlich veröffentlichter Publikationen wächst das Ausmaß der Unklarheit über Bedeutung und Inhalt von Industrie 4.0. Dies begründet die Notwendigkeit einer Verständnisanalyse. Viele Untersuchungen betrachten zwar Chancen und Risiken einer Implementierung von Industrie 4.0 in die Geschäftsprozesse von Unternehmen, doch gilt es, die Wahrnehmung von Experten mit bestehenden Auffassungen abzugleichen. Um die potenzielle Implementierung der verschiedenen Elemente von Industrie 4.0 in Unternehmen umfassend zu beurteilen, sind Faktoren herauszuarbeiten, die entweder hemmende oder fördernde Effekte auf die Nutzung dieser neuen Technologien haben. Im Rahmen dieses Beitrags erfolgt hierzu sowohl eine quantitative als auch eine qualitative Betrachtung, basierend auf Experteninterviews. Die Ergebnisse werden detailliert dargestellt und mit einem Fazit zu möglichen Zukunftsaussichten verbunden.
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 5 | Seite 44-48
Ist produktives Arbeiten im digitalen Zeitalter nur eine Illusion?

Ist produktives Arbeiten im digitalen Zeitalter nur eine Illusion?

Consuela Utsch
Mit einem Ohr am Telefon, parallel E-Mails kontrollieren und gleichzeitig einen Text überarbeiten - so läuft es täglich in Büros weltweit ab. Der stetige digitale Wandel fordert viel von den Unternehmen und ihren Mitarbeitern. Ständige Erreichbarkeit, Multitasking, ein hoher Lärmpegel in Großraumbüros, permanente Störungen des Arbeitsprozesses und Arbeiten auf Zuruf zählen zu den Herausforderungen und Aufgaben, die es zu bewältigen gilt. Zusätzlich leiden sowohl die Kreativität als auch die Innovationskraft der Mitarbeiter. Dabei spielen gerade diese Aspekte in digitalen Unternehmen eine entscheidende Rolle. Wie können Mitarbeiter trotz der veränderten Arbeitswelt noch effizient und produktiv arbeiten? Sind Unternehmen auf die Anforderungen des digitalisierten Zeitalters vorbereitet? Welche Weichen müssen Unternehmen stellen, um einerseits Mitarbeiter vor Überforderung zu schützen und andererseits die Effizienz, Produktivität und Innovationskraft zu steigern?
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 5 | Seite 53-56
Big Data Analytics in der Auftragsabwicklung

Big Data Analytics in der Auftragsabwicklung

Erschließung ungenutzter Potenziale in der variantenreichen Kleinserienfertigung
René Wöstmann, Fabian Nöhring, Jochen Deuse ORCID Icon, Ralf Klinkenberg, Thomas Lacker
Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeitswelt führt zu neuen Möglichkeiten der Gestaltung und digitalen Unterstützung von Geschäftsprozessen. Insbesondere nicht F&E-intensive, zumeist kleine und mittlere Unternehmen stehen jedoch vor großen Herausforderungen, diese Potenziale zu realisieren. Im Rahmen dieses Beitrags wird aufgezeigt, welche Anwendungsfälle mithilfe des Einsatzes von Big Data Analytics in produzierenden Unternehmen realisiert werden können. Hierzu werden verschiedene Anwendungsszenarien skizziert. Anhand eines Praxisbeispiels der Auftragsabwicklung eines nicht F&E-intensiven Unternehmens wird aufgezeigt, wie die Beschaffung durch die Analyse und Prognose relevanter Daten, bspw. die Verfügbarkeit und Kosten von Bauteilen oder Prozessdaten, und die Angebotserstellung softwaretechnisch unterstützt werden können.
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 4 | Seite 7-11
Bionic Smart Factory 4.0

Bionic Smart Factory 4.0

Konzept einer Fabrik zur additiven Fertigung komplexer Produktionsprogramme
Claus Emmelmann, Markus Möhrle, Mauritz Möller, Jan-Peer Rudolph ORCID Icon, Nikolai D’Agostino
Aktuelle Entwicklungen erfordern zunehmend komplexere Produktionsprogramme. Die Kombination von additiver Fertigung und Industrie 4.0 ermöglicht neue Ansätze, die eine wirtschaftliche Fertigung jener erst ermöglichen. Die Bionic Smart Factory 4.0 gibt diesen Elementen einen Ordnungsrahmen und beschreibt sie hinsichtlich ihrer Anordnung und ihres Zusammenspiels. Die Wirkungsweise wird durch eine Beurteilung gegenüber Determinanten der Produktionsprogramme erläutert.
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 4 | Seite 38-42
Serviceinnovation im Maschinenbau Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Serviceinnovation im Maschinenbau Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Sven Pohland, Sebastian Hüttemann
Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau gilt mit einem Umsatz von 218 Mrd. Euro als Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Im Jahr 2015 arbeiteten über eine Million Menschen in 6.389 Unternehmen [1]. Bei der Neuausrichtung vor dem Hintergrund von Industrie 4.0 spielen technische Dienstleistungen eine Schlüsselrolle [2, 3]. Dieser Beitrag fasst Kernergebnisse der Studie „Serviceinnovation im Maschinenbau“ zusammen. Im Rahmen dieser Multi Case Study wurden Interviews mit Serviceverantwortlichen mittelständischer Unternehmen geführt, um die Umsetzung innovativer Servicemodelle zu untersuchen. Die dabei identifizierten kritischen Handlungsfelder von Partnering bis zur Verwendung unterstützender IT-Plattformen bilden den Schwerpunkt dieses Beitrags. Es zeigt sich, dass viele Unternehmen bereits daran arbeiten, ihre Geschäftsmodelle neu auszurichten. Innovative Geschäftsmodelle im Service werden jedoch überwiegend im Rahmen von Piloten erprobt und haben sich noch nicht ...
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 4 | Seite 48-52
1 14 15 16 22