Adaptronik

Passive Strukturen zum Leben erwecken

Passive Strukturen zum Leben erwecken

Durch Verschmelzen von Struktur und Funktion auf Werkstoff-ebene Systeme mit geringer Komplexität aber hoher Funktionalität schaffen
Welf-Guntram Drossel, Holger Kunze, Martin Ettrichrätz
Der Mensch mit seinen Bedürfnissen ist die wesentliche Triebkraft für Innovationen. Er misst den Nutzen von Produkten an den Kriterien Funktionalität, Bezahlbarkeit, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit. Im Bestreben, allen Forderungen gleichermaßen gerecht zu werden, werden Produkte und Prozesse zunehmend komplexer. Der Aufwand zur Problemlösung steigt überproportional und die Entwicklungsdynamik fällt steil ab. Mit intelligenten Materialien/Funktionswerkstoffen/smart materials ist eine Transformation von Funktionalitäten auf die Werkstoffebene möglich. Ein Paradigmenwechsel im Produkt – die Verschmelzung von Funktion und Struktur – wird möglich. Damit kann eine neue Qualität im Produktdesign erreicht werden. Die Form folgt stringent der Funktion, die Nutzbarkeit ist intuitiv und folgt natürlichen Vorbildern [1]. Produkt und Produktionsprozesse werden durch smart materials kreativ und wissensbasiert und weniger durch Investitionsumfang und Lohnkosten bestimmt. Die ...
Industrie 4.0 Management | 34. Jahrgang | 2018 | Ausgabe 4 | Seite 15-18 | DOI 10.30844/I40M_18-4_15-18
Effektivitätssteigerung beim Einlippenbohren durch Adaptronik

Effektivitätssteigerung beim Einlippenbohren durch Adaptronik

Aktive Dämpfung von Schwingungen beim Einlippentiefbohren verkürzt die Hauptzeit
Klaus Weinert, Michael Kersting
Zur Reduzierung der Hauptzeit beim Einlippentiefbohren ist es notwendig, die Prozessparameter Vorschub und Schnittgeschwindigkeit zu steigern. Bei einer dadurch bedingten Erhöhung der Zerspankräfte kann es jedoch zu einer unerwünschten Torsionsschwingung, dem so genannten Rattern kommen. Dies kann sowohl die Qualität der erzeugten Werkstücke als auch die Lebensdauer der eingesetzten Werkzeuge negativ beeinflussen. Durch einen aktiv schwingungsunterdrückenden Werkzeughalter sollen diese Schwingungen vermieden werden.
Industrie Management | 20. Jahrgang | 2004 | Ausgabe 6 | Seite 43-46