Autor: Jan Niklas Dörseln

Digitalisierungsinduzierte Risiken in der Beschaffung 4.0

Digitalisierungsinduzierte Risiken in der Beschaffung 4.0

Management einer veränderten Risikosituation durch Industrie 4.0
Jan Niklas Dörseln
Beschaffung 4.0 repräsentiert eine umfassende informationstechnische Vernetzung der Beschaffung mit den vorgelagerten Wertschöpfungsstufen und stellt einen wesentlichen Erfolgsfaktor für Industrie 4.0 dar [1]. Die Vernetzung mit den Lieferanten ermöglicht die Automatisierung des operativen Beschaffungsprozesses und bildet gleichzeitig die Grundlage für eine engere Zusammenarbeit mit strategischen Lieferanten [2, 3]. Allerdings geht eine solche Vernetzung auch mit Risiken einher, die den Erfolg der Beschaffung nachhaltig schmälern können. Es wird gezeigt, inwiefern sich Beschaffungsrisiken durch die Vernetzung verändern und wie sich (je Intensität) der Trade-off zwischen Beziehungs- und Lieferantenrisiken verhält
Industrie 4.0 Management | 38. Jahrgang | 2022 | Ausgabe 3 | Seite 16-20
Der Industrie 4.0-Lebenszyklus

Der Industrie 4.0-Lebenszyklus

Identifikation und Bewertung digitalisierungsinduzierter Risiken
Jan Niklas Dörseln, Timo Klünder, Marion Steven
Die Digitalisierung ist für deutsche Unternehmen nicht nur die Basis neuer Geschäftsmodelle, smarter Produkte und innovativer Dienstleistungen, sondern auch eine Quelle der Unsicherheit. So stellt die Unsicherheit über den wirtschaftlichen Nutzen von Industrie 4.0 für 46 % der deutschen Industrieunternehmen eine zentrale Umsetzungsbarriere dar [1, 2]. Um den Produktionsstandort Deutschland bis 2025 tatsächlich digitalisieren zu können, ist ein Abbau dieser Unsicherheit zwingend erforderlich [3]. Es wird gezeigt, wie eine am digitalisierten Lebenszyklus von Industrie 4.0 orientierte Aufbereitung bekannter und neuartiger Risiken zum Abbau dieses zentralen Umsetzungshemmnisses beiträgt.
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 3 | Seite 68-72