Was macht den Standort Österreich für ein Unternehmen als Produktionsstandort so interessant, dass es sich lohnt, weiter darauf zu setzen und zu investieren, obwohl doch in anderen Weltgegenden beinahe alle für die Produktion relevanten Rahmenbedingungen günstigere Werte aufweisen? Wir werden immer Regionen mit billigeren Arbeitskräften, geringeren Auflagen, etwa im Umweltschutz, oder weniger überbordenden Regulierungsbestrebungen finden. Und dennoch setzen höchst erfolgreiche Produzenten auf hiesige Standorte. Es muss doch wohl der treibende Geist der Veränderung sein, der so trefflich im Leitbild des Economist auf den Punkt gebracht wird: “...to take part in a severe contest between intelligence, which presses forward, and an unworthy, timid ignorance obstructing our progress...”. So klar und einfach dies auch klingt, so schwierig ist die Umsetzung im realen betrieblichen Alltag. Es erfordert Mut, den Tellerrand eigener Erfahrungen zu überspringen, wo wir doch immer eingebettet in ein von Menschen unterschiedlicher Charaktere geprägtes Gebilde sind. Nur wer das Mögliche auch außerhalb der eigenen Vorstellungswelt suchen und akzeptieren will, kann strukturelle Veränderungen schaffen. Reichtum entsteht eben nicht durch Optimierung von Bestehendem, sondern nur durch tatsächliche Innovation. Ein mit seinen Produkten am gesamten Weltmarkt vertretenes Unternehmen aus Vorarlberg mit drei Produktionsstandorten in Europa und einem in Saudi Arabien wagte mehr als nur ein Gedankenexperiment.
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