{"id":94907,"date":"2023-08-15T12:00:00","date_gmt":"2023-08-15T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/industry-science.com\/?post_type=article&#038;p=94907"},"modified":"2024-04-22T19:11:32","modified_gmt":"2024-04-22T17:11:32","slug":"wirtschaftliche-resilienz-durch-subventionen-anmerkungen-aus-oekonomischer-perspektive","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/industry-science.com\/en\/articles\/wirtschaftliche-resilienz-durch-subventionen-anmerkungen-aus-oekonomischer-perspektive\/","title":{"rendered":"Wirtschaftliche Resilienz durch Subventionen?"},"content":{"rendered":"\n<p>Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie erlebten Subventionen als Instrument der Wirtschaftspolitik ein fulminantes Comeback. Vor allem in den Industriel\u00e4ndern unterst\u00fctzte der Staat Unternehmen und Haushalte finanziell, um die wirtschaftlichen Folgen der pandemiebedingten Schutzma\u00dfnahmen abzufedern. Auch wenn die konkreten Auspr\u00e4gungen der Finanzhilfen variierten, gemeinsam hatten sie, dass angesichts ihres Ausma\u00dfes Staatsausgaben und -verschuldung vielerorts kr\u00e4ftig stiegen [1].<\/p>\n\n<p>Die Pandemie gilt inzwischen als \u00fcberwunden, der Hang zur staatlichen Steuerung des Wirtschaftsgeschehens ist jedoch geblieben. Ziel ist es nun allerdings nicht mehr, bestehende Strukturen zu erhalten, sondern sie zu ver\u00e4ndern. Neben der gr\u00fcnen Transformation, die schon vor den j\u00fcngsten wirtschaftlichen Verwerfungen Priorit\u00e4t genoss, geht es im Lichte der zunehmenden geopolitischen Spannungen jetzt zus\u00e4tzlich um eine Erh\u00f6hung der wirtschaftlichen Resilienz. Abh\u00e4ngigkeiten sollen reduziert, die inl\u00e4ndische Herstellung forciert und die Unabh\u00e4ngigkeit erh\u00f6ht werden \u2013 sowohl in den von den Verwerfungen betroffenen Bereichen (bspw. Medikamente) als auch in jenen Sektoren, die f\u00fcr die gr\u00fcne und digitale Transformation als wesentlich gelten (bspw. Halbleiter).<\/p>\n\n<p>Der politische Wunsch, auch in schwierigeren Zeiten wirtschaftlich handlungsf\u00e4hig oder gar f\u00fchrend zu sein, ist grunds\u00e4tzlich nachvollziehbar. Und an der Sinnhaftigkeit einer klimaneutralen Wirtschaft besteht vor dem Hintergrund des j\u00fcngsten Weltklimaberichts [2] auch kein Zweifel. Doch gilt das auch f\u00fcr den Weg dahin?<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Subventionen aus theoretischer Sicht<\/h2>\n\n<p>Aus theoretischer Sicht ist der Einsatz von Subventionen &#8211; breit definiert als die Summe aller geldlichen oder geldwerten Vorteile, die ein Staat bestimmten Zielgruppen gew\u00e4hrt [3] \u2013 dann sinnvoll, wenn mit ihnen ein Marktversagen geheilt werden soll [4, 5]. Unabh\u00e4ngig von der konkreten Ursache des Marktversagens &#8211; meist Externalit\u00e4ten, Informationsasymmetrien oder Unteilbarkeiten \u2013 gehen damit n\u00e4mlich typischerweise gesamtwirtschaftliche Wohlstandseinbu\u00dfen einher.<\/p>\n\n<p>Mit Subventionen lassen sich diese reduzieren oder sogar umkehren.Wenn z. B. durch den Konsum eines Gutes nicht nur ein privater, sondern auch ein gesellschaftlicher Nutzen entsteht (positive Externalit\u00e4t, z. B. der Kauf klimaneutral hergestellter G\u00fcter), Letzterer aber nicht im Preis des Gutes ber\u00fccksichtigt ist, f\u00fchrt dies unter Wohlfahrtsgesichtspunkten zu einem zu geringen Konsum; der Preis des Gutes ist zu hoch. Mit einer gezielten Subvention lie\u00dfe sich der Preis senken, sodass die Nachfrage (und damit auch die Wohlfahrt) auf das gesamtwirtschaftlich optimale Niveau steigt. <\/p>\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"537\" src=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Rupprecht_IM-23-4_Bild-1.png\" alt=\"F&#xF6;rderbereiche des Inflation Reduction Acts der USA\" class=\"wp-image-99922\" style=\"width:535px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Rupprecht_IM-23-4_Bild-1.png 1000w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Rupprecht_IM-23-4_Bild-1-510x274.png 510w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Rupprecht_IM-23-4_Bild-1-64x34.png 64w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Rupprecht_IM-23-4_Bild-1-698x375.png 698w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Rupprecht_IM-23-4_Bild-1-768x412.png 768w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Rupprecht_IM-23-4_Bild-1-514x276.png 514w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Bild 1: F\u00f6rderbereiche des Inflation Reduction Acts der USA. Quelle: Eigene Darstellung auf Basis der Angaben im Inflation Reduction Act 2022<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<p>Vor diesem Hintergrund k\u00f6nnen Subventionen auch Teil des internationalen Standortwettbewerbs sein [5, 6]. F\u00fchrt z. B. Land A ceteris paribus umfangreiche Subventionen ein, entsteht ein (k\u00fcnstlicher) Wettbewerbsvorteil, sodass es f\u00fcr Land B sinnvoll sein kann, eigene Finanzhilfen zu etablieren. Sind diese in Land A allerdings nur auf bestimmte Sektoren konzentriert, gilt das nicht unbedingt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n<p>Im Gegenteil, es droht sogar eine \u00dcbersubventionierung. F\u00f6rdert Land A bspw. gezielt Investitionen in Halbleiterfabriken, bedeutet dies ja nicht zwangsl\u00e4ufig, dass es in Land B zu geringeren Investitionen in derartige Fabriken kommt. F\u00fchrt Land B trotzdem einschl\u00e4gige Subventionen ein, k\u00f6nnen nicht Wohlstandsgewinne, sondern -verluste die Folge sein: Auf nationaler Ebene kommt es etwa zu unn\u00f6tigen Opportunit\u00e4tskosten, die unter anderem mit der Notwendigkeit der Subventionsfinanzierung zusammenh\u00e4ngen. Und auf globaler Ebene kann der skizzierte Wettbewerb um die h\u00f6chsten Subventionen unter anderem zu wirtschaftlichen Doppelstrukturen sowie einer ineffizienten Faktor- und Ressourcenallokation f\u00fchren.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zentrale Aspekte aktueller Subventionspakete der USA<\/h2>\n\n<p>Finanzhilfen sind aus \u00f6konomischer Perspektive also nicht per se sinnvoll oder gar erfolgreich. Trotzdem sind derartige Eingriffe ins Wirtschaftsgeschehen seit jeher Bestandteil der wirtschaftspolitischen Praxis. Zu den diesbez\u00fcglich aktuell besonders gro\u00dfen Gesetzespaketen z\u00e4hlen u.a. der \u201eInflation Reduction Act\u201c (IRA) sowie der \u201eChips and Science Act\u201c der USA. Beide sollen die US-Wirtschaft bei ihrer Transformation in Richtung einer gr\u00fcnen und digitalen Zukunft unterst\u00fctzen [7]. Unternehmen erhalten z. B. Steuergutschriften f\u00fcr die Produktion sauberer Elektrizit\u00e4t, die Kohlendioxidbindung sowie den Verkauf von alternativen Treibstoffen, w\u00e4hrend Haushalte bei ihren Investitionen in Energieeffizienz und klimafreundliche Heizungen bezuschusst werden. Auch die Anschaffung von Elektroautos wird gef\u00f6rdert. Bild 1 illustriert exemplarisch f\u00fcr den IRA, welche Sektoren von den F\u00f6rderma\u00dfnahmen profitieren.<\/p>\n\n<p>Allein mit diesen beiden Initiativen mobilisiert der Staat mehr als 600 Milliarden US-Dollar. Das entspricht \u00fcber 2,5 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der USA. Z\u00e4hlt man die parallellaufenden F\u00f6rderma\u00dfnahmen auf der Ebene einzelner Bundesstaaten hinzu und ber\u00fccksichtigt zudem weitere, kleinere Gesetzesvorhaben, summieren sich die j\u00fcngst gew\u00e4hrten Subventionen auf \u00fcber eine Billion US-Dollar bzw. 4 % des BIP. Auch wenn das Geld nicht sofort komplett flie\u00dft (die F\u00f6rderungen erstrecken sich teils \u00fcber zehn Jahre): Ein solches Volumen ist nicht nur einmalig in der j\u00fcngeren US-Geschichte, es ist auch im internationalen Vergleich ausgesprochen hoch (Bild 2).<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<p>Andere Weltregionen sehen sich daher unter Druck gesetzt oder gar benachteiligt. Der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emanuel Macron bezeichnete den IRA unl\u00e4ngst sogar als \u201eKiller for our industry\u201c [8]. Diese Kritik hat nichts mit der gr\u00fcnen und digitalen Transformation an sich zu tun. Sie liegt vielmehr darin begr\u00fcndet, dass die USA ihre F\u00f6rderma\u00dfnahmen mit protektionistischen Elementen verbinden. <\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"634\" src=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Rupprecht_IM-23-4_Bild-2.jpg\" alt=\"Umfang von Subventionen im Zeitverlauf &#x2013; Europa vs. USA\" class=\"wp-image-99924\" style=\"width:536px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Rupprecht_IM-23-4_Bild-2.jpg 1000w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Rupprecht_IM-23-4_Bild-2-510x323.jpg 510w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Rupprecht_IM-23-4_Bild-2-64x41.jpg 64w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Rupprecht_IM-23-4_Bild-2-591x375.jpg 591w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Rupprecht_IM-23-4_Bild-2-768x487.jpg 768w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Rupprecht_IM-23-4_Bild-2-461x292.jpg 461w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Bild 2: Umfang von Subventionen im Zeitverlauf \u2013 Europa vs. USA. Quelle: Eigene Darstellung auf Basis von Angaben des Internationalen W\u00e4hrungsfonds<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n<p>Diese wirken wie ein Katalysator, indem sie die Wirkung der Subventionen durch zus\u00e4tzliche Anreize f\u00fcr eine inl\u00e4ndische Produktion verst\u00e4rken, um so die Transformation der US-Wirtschaft mit einer Erh\u00f6hung ihrer Resilienz zu verbinden. Die Steuergutschriften f\u00fcr die Produktion sauberer Elektrizit\u00e4t werden z. B. nur dann gew\u00e4hrt, wenn die daf\u00fcr genutzten Windanlagen nach 2026 zu mindestens 45 % auch in den Vereinigten Staaten hergestellt wurden [6]. Und die Zusch\u00fcsse f\u00fcr private Elektroautos flie\u00dfen nur dann, wenn nicht nur die Autos, sondern auch ihre Batterien \u00fcberwiegend lokal hergestellt wurden.<\/p>\n\n<p>Wie Subventionen haben auch derartige Local-Content-Klauseln \u2013 also gesetzliche Vorschriften, welche die F\u00f6rderung eines Gutes an dessen (anteilige) lokale Produktion kn\u00fcpfen \u2013 eine lange Tradition in der Wirtschaftspolitik. Neu ist auch hier das Ausma\u00df, in dem sie eingesetzt werden. So gelten sie nicht nur f\u00fcr weite Teile der genannten F\u00f6rderma\u00dfnahmen, sondern sind auch hinsichtlich ihrer jeweiligen Anforderungen zum Umfang der lokalen Herstellung au\u00dfergew\u00f6hnlich streng. Die Zusch\u00fcsse f\u00fcr private Elektroautos z. B. flie\u00dfen nach 2028 in vollem Umfang nur noch dann, wenn auch die Komponenten der Batterien aus Nordamerika kommen, und zwar zu 100 % [6]. Gilt das nicht, gibt\u2019s bestenfalls die H\u00e4lfte, und selbst daf\u00fcr m\u00fcssen noch mindestens 80 % der Vorprodukte inl\u00e4ndisch bezogen worden sein.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Reaktionen auf US-Subventionen<\/h2>\n\n<p>Unternehmen au\u00dferhalb der USA sehen sich daher benachteiligt. Angesichts der F\u00f6rderh\u00f6he d\u00fcrften US-Verbraucher in Zukunft heimische Produkte klar bevorzugen. Hersteller anderer Nationen ohne ausreichende Produktionskapazit\u00e4t vor Ort haben dagegen das Nachsehen. Dabei z\u00e4hlen die USA f\u00fcr viele L\u00e4nder bis heute zu den wichtigsten Auslandsm\u00e4rkten. Bild 3 zeigt, dass die Vereinigten Staaten f\u00fcr Deutschland \u2013 gemessen am Exportvolumen \u2013 sogar bis heute der bedeutendste Absatzmarkt sind. Rund 50 % der hierzulande hergestellten Elektroautos wurden zuletzt an Kunden in den USA verkauft. Auch f\u00fcr deutsche Maschinen und pharmazeutische Produkte sind sie von zentraler Bedeutung [9].<\/p>\n\n<p>Vor diesem Hintergrund sah sich die EU gezwungen, zu reagieren. Seit Herbst 2022 ist man im Rahmen einer Task Force mit den USA im Gespr\u00e4ch, um Ausnahmen zu erwirken. Es gibt zwar kleinere Erfolge, eine Abkehr von der auf Resilienz zielenden Subventionspolitik ist aber nicht zu erwarten. Auch deswegen hat die EU Kommission den sogenannten \u201eGreen Deal Industrial Plan\u201c vorgeschlagen, eine um industriepolitische Aspekte erweiterte Version des bereits bekannten \u201eGreen Deal\u201c [10]. Der Plan basiert auf vier S\u00e4ulen und sieht unter anderem zus\u00e4tzliche Subventionen f\u00fcr \u201egr\u00fcne Industrien\u201c vor. Zur Finanzierung soll ein \u201eSouver\u00e4nit\u00e4tsfonds\u201c eingerichtet werden. Konkrete Vorschl\u00e4ge dazu fehlen bislang, doch angesichts der Dimensionen fr\u00fcherer Gro\u00dfprojekte, z. B. der Fonds Next Generation EU, ist damit zu rechnen, dass auch die EU in Bezug auf die subventionsbasierte Lenkung der Wirtschaft Gro\u00dfes im Sinn hat.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"495\" src=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Rupprecht_IM-23-4_Bild-3.jpg\" alt=\"Die zehn wichtigsten Exportl&#xE4;nder Deutschlands\" class=\"wp-image-99926\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Rupprecht_IM-23-4_Bild-3.jpg 1000w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Rupprecht_IM-23-4_Bild-3-510x252.jpg 510w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Rupprecht_IM-23-4_Bild-3-64x32.jpg 64w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Rupprecht_IM-23-4_Bild-3-758x375.jpg 758w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Rupprecht_IM-23-4_Bild-3-768x380.jpg 768w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Rupprecht_IM-23-4_Bild-3-514x254.jpg 514w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Bild 3: Die zehn wichtigsten Exportl\u00e4nder Deutschlands. Quelle: Eigene Darstellung auf Basis von Angaben des Statistischen Bundesamtes<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<p>Die Antwort der EU auf die US-Subventionen sind also eigene Finanzhilfen. Und wie reagieren andere L\u00e4nder? Letztlich genauso. In S\u00fcdkorea etwa sollen die Subventionen f\u00fcr die Elektromobilit\u00e4t erh\u00f6ht werden, allerdings nur f\u00fcr lokal produzierende Unternehmen. <\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n<p>In Japan kooperiert Toyota mit Sony und andere Firmen verschiedener Branchen, um gemeinsam Halbleiter zu entwickeln und zu produzieren \u2013 mit finanzieller Unterst\u00fctzung durch den japanischen Staat [11]. Und dass China seine inl\u00e4ndischen Betriebe unterst\u00fctzt, ist weithin bekannt. An den \u00f6konomischen Auswirkungen dieser und all der anderen Subventionen \u00e4ndert dies aber nichts.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Auswirkungen von Subventionen<\/h2>\n\n<p>Worin bestehen diese Auswirkungen? In der Theorie heilen Subventionen das zuvor identifizierte Marktversagen, indem sie zu einer Ausweitung der heimischen Wertsch\u00f6pfung f\u00fchren [4, 13]. Wie stark diese ausf\u00e4llt, h\u00e4ngt von der Subventionsh\u00f6he, ihrer Form sowie den inl\u00e4ndischen Preiselastizit\u00e4ten ab. Bei handelbaren G\u00fctern spielt auch die Reaktion des Auslands eine Rolle. Reduzieren andere L\u00e4nder vergleichbare Produkte mit eigenen Subventionen nun ebenfalls im Preis, f\u00e4llt der inl\u00e4ndische Produktionszuwachs geringer aus als bei konstanten Auslandspreisen. Sinken die Marktpreise f\u00fcr Endprodukte nicht, profitieren Konsumenten auch nicht von einer h\u00f6heren Konsumentenrente. Bei den inl\u00e4ndischen Produzenten f\u00fchren Subventionen hingegen kurzfristig stets zu Wohlfahrtsgewinnen.<\/p>\n\n<p>Diesen positiven Auswirkungen von Subventionen stehen allerdings gewichtige Nachteile gegen\u00fcber. Kurzfristig wirken vor allem die bereits genannten Opportunit\u00e4tskosten negativ. Die Finanzhilfen m\u00fcssen vom Staat ja irgendwie finanziert werden. Dies kann \u00fcber Ausgabenk\u00fcrzungen oder Einnahmesteigerungen geschehen. Kommen derlei Belastungen in der Gegenwart nicht infrage, steht alternativ die Schuldenaufnahme zur Verf\u00fcgung. Sind die Zinsen niedrig und das BIP-Wachstum hoch, kann diese Variante aus \u00f6konomischer Sicht f\u00fcr bestimmte Subventionen sogar sinnvoller sein.<\/p>\n\n<p>Gilt das aber nicht, liegen die Zinsen also \u2013 wie derzeit \u2013 oberhalb des BIP-Wachstums, entstehen durch diese Art der Finanzierung zus\u00e4tzliche Wohlfahrtseinbu\u00dfen. Doch auch unabh\u00e4ngig davon, wie schlussendlich finanziert wird: Es ist wahrscheinlich, dass nicht nur die Subventionsempf\u00e4nger, sondern auch andere Akteure belastet werden. In aller Regel kommt es also zu Verteilungseffekten [5, 13]. Je nach Gestaltung des politischen Entscheidungsprozesses k\u00f6nnen diese unter Umst\u00e4nden durch Partikularinteressen beeinflusst werden, was erfahrungsgem\u00e4\u00df zu Effizienzverlusten und damit letztlich zu weiteren Wohlfahrtsverlusten f\u00fchrt.<\/p>\n\n<p>Ungleich schwerer sind die langfristigen Nachteile. Bei dauerhafter Gew\u00e4hrung reduzieren Subventionen h\u00e4ufig die Leistungsbereitschaft der Empf\u00e4nger [3]. Urspr\u00fcnglich als Kostensenker oder Innovationstreiber gedacht, kann dann das Gegenteil eintreten \u2013 mit negativen Auswirkungen auf die Wettbewerbsf\u00e4higkeit [12]. Letztere wird auch dadurch beeintr\u00e4chtigt, dass Subventionen h\u00e4ufig zu einer Verzerrung des Wettbewerbs f\u00fchren. W\u00e4hrend die Empf\u00e4nger wirtschaftliche Vorteile erlangen, werden alle anderen benachteiligt.<\/p>\n\n<p>Aktuelle Studien zeigen, dass dies &#8211; allen einzelwirtschaftlichen Gewinnen zum Trotz &#8211; die Produktivit\u00e4t der ganzen Branche negativ beeintr\u00e4chtigen kann [13]. Ferner besteht die Gefahr, dass Ressourcen und Produktionsfaktoren l\u00e4nger als wirtschaftlich sinnvoll in unproduktiven Bereichen gebunden bleiben, da verzerrte Preissignale eine Reallokation verhindern. All dies kann das langfristige Wachstumspotenzial sp\u00fcrbar beeintr\u00e4chtigen. Kommt es dann noch zu einem Wettbewerb zwischen den L\u00e4ndern um die h\u00f6chsten Subventionen in bestimmten Branchen, drohen nicht nur national, sondern auch global Wohlstandsverluste.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bewertung aktueller Subventionspakete<\/h2>\n\n<p>Genau das ist derzeit zu bef\u00fcrchten. Auch wenn das Ziel einer gr\u00fcnen, digitalen und in gewisser Weise widerstandsf\u00e4higen Wirtschaft grunds\u00e4tzlich sinnvoll und der diesbez\u00fcgliche politische Gestaltungswille nachvollziehbar ist: F\u00fcr das Mittel, das die Politik daf\u00fcr w\u00e4hlt, gilt das nicht. Die vielerorts zur gleichen Zeit f\u00fcr die gleichen Branchen gew\u00e4hrten Subventionen f\u00fchren dazu, dass Doppelstrukturen geschaffen werden. Die damit verbundenen Wohlfahrtsverluste f\u00fcr die Weltwirtschaft werden auf bis zu 5 % des globalen BIP beziffert [11]. Hinzu kommt, dass solche Doppelstrukturen verst\u00e4rkt in L\u00e4ndern geschaffen werden, die diesbez\u00fcglich weder heute noch in absehbarer Zukunft \u00fcber \u00f6konomisch fundierte komparative Vorteile verf\u00fcgen. Und schlie\u00dflich ist die Grundvoraussetzung f\u00fcr eine \u00f6konomisch begr\u00fcndete Nutzung von Subventionen \u2013 das Vorliegen eines Marktversagens \u2013 vielfach gar nicht gegeben.<\/p>\n\n<p>Neben den Effizienzverlusten f\u00fchrt eine solche Politik auch zu einer Unterminierung des internationalen Rechts. So versto\u00dfen viele der genannten Ma\u00dfnahmen gegen die Prinzipien der Welthandelsorganisation, allen voran gegen das Prinzip der Nichtdiskriminierung. Dies verzerrt den globalen Wettbewerb. Das hat die protektionistische Politik in Zeiten der Trump-Administration zwar auch schon getan. Doch da nun auch die EU und andere L\u00e4nder in diese Richtung steuern, wachsen die Zweifel an der Zukunft des Multilateralismus.<\/p>\n\n<p>In einer Welt, die sich angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen in mehrere Bl\u00f6cke aufzuteilen droht, ist es zwar einzusehen, dass die einzelnen Bl\u00f6cke ihre eigenen Strukturen schaffen, um so ihre Resilienz zu erh\u00f6hen. Ein Subventionswettlauf zwischen befreundeten Staaten, wie er sich derzeit abzeichnet, ist unter \u00f6konomischen Gesichtspunkten aber unsinnig. Sinnvoller w\u00e4re es, die wirtschaftlichen Beziehungen innerhalb der eigenen Bl\u00f6cke zu intensivieren, z. B. in Form von Freihandelsvertr\u00e4gen. Die jeweilige Spezialisierung k\u00f6nnte sich dann an den origin\u00e4ren komparativen Vorteilen ausrichten. Das w\u00e4re f\u00fcr den Staat nicht nur billiger, sondern w\u00fcrde auch Wettbewerbsverzerrungen sowie eine ineffiziente Ressourcen- und Faktorallokation vermeiden. Die Konsequenz w\u00e4re allerdings weniger staatliche Lenkung. Da dies dem aktuellen Zeitgeist zu widersprechen scheint, d\u00fcrfte der Subventionswettlauf allen Nachteilen zum Trotz vorerst weitergehen.<\/p>\n<hr><div class=\"gito-pub-content-bibliography\"><h2>Bibliography <\/h2>[1] Rupprecht, M.: Wer soll das bezahlen? Zur Situation der Staatsfinanzen nach der Pandemie. In: Rupprecht, M. (Hrsg): Herausgefor- derte Wirtschaft \u2013 Chinas Aufstieg, Post-Corona-\u00d6konomie, Klimawan- del. Stuttgart 2022, S. 54-81.\r<br>[2] IPCC: AR6 Synthesis Report: Clima- te Change 2023, URL: www.ipcc.ch\/report\/ar6\/syr\/, Abrufdatum 28.04.2023.\r<br>[3] Kortmann, W.: Subventionen: Die verkannten Nebenwirkungen. In: Wirtschaftsdienst 84 (2004) 7, S. 462-472.\r<br>[4] Fritsch, M.: Marktversagen und Wirtschaftspolitik, 10. Auflage. M\u00fcnchen 2018.\r<br>[5] Internationaler W\u00e4hrungsfonds, OECD, Weltbank und Welthandelsorganisation: Subsidies, Trade, and International Cooperation. Washington 2022.\r<br>[6] Baur, A.; Fuest, C.; Gstrein, D.; Heil, P.; Potrafke, N.; Rochell, A.: Die Betroffenheit der deutschen Wirtschaft durch den US-Inflation Reduction Act. M\u00fcnchen 2023.\r<br>[7] The Economist: Reindustrialising America \u2013 rosy for riveters. In: The Economist 180 (2023) 5, S. 16-19.\r<br>[8] CBS News: French President Emmanuel Macron on the war in Ukraine and France&#8217;s relationship with the U.S. Interview, 4.12.2022. URL: www.cbsnews.com\/news\/france-president-emmanuel-macron-60-minutes-2022-12-04\/, Abrufdatum 05.05.2023.\r<br>[9] Statistisches Bundesamt: Statistischer Bericht \u2013 Au\u00dfenhandel. Februar 2023. Wiesbaden 2023.\r<br>[10] EU Kommission: A Green Deal Industrial Plan for the Net-Zero Age. URL: https:\/\/commission.europa.eu\/system\/files\/2023-02\/COM_2023_62_2_EN_ACT_A%20Green%20Deal%20Industrial%20Plan%20for%20the%20Net-Zero%20Age.pdf, Abrufdatum 09.05.2023.\r<br>[11] The Economist: Protectionist turns. In: The Economist 180 (2023) 2, S. 63-65.\r<br>[12] Brachert, M.; Dettmann, E.; Titze, M.: Public Investment Subsidies and Firm Performance \u2013 Evidence from Germany. In: Jahrb\u00fccher f\u00fcr National\u00f6konomie und Statistik, 238 (2018) 2, S. 103-124.\r<br>[13] Du, J.; Girma, S.; G\u00f6rg, H.: Who wins and who loses from state subsidies? In: Canadian Journal of Economics. Early View, URL: https:\/\/doi.org\/10.1111\/caje.12644, Abrufdatum 07.05.2023.<\/div><div id=\"download-section\" class=\"gito-pub-download-section\" style=\"text-align:center;margin:20px;\"><h2>Your downloads<\/h2><button style=\"font-size:14px;margin-right:15px;\" class=\"button gito-pub-cpt-download-button\" data-postid=\"94907\" data-userid =\"0\" data-filename=\"IM-04-2023_Rupprecht.pdf\"><span style=\"margin-top:5px !important;\" class=\"dashicons dashicons-download\"><\/span>&nbsp;&nbsp;PDF<\/button><\/div><div class=\"gito-pub-tags-social-share\" style=\"display:flex;justify-content:space-between;\"><div>Tags: <span class=\"gito-pub-tag-element\"><a href=\"\/tag\/competition\/\">competition<\/a><\/span> <span class=\"gito-pub-tag-element\"><a href=\"\/tag\/efficiency\/\">efficiency<\/a><\/span> <span class=\"gito-pub-tag-element\"><a href=\"\/tag\/inflation-reduction-act\/\">Inflation Reduction Act<\/a><\/span> <span class=\"gito-pub-tag-element\"><a href=\"\/tag\/resilience\/\">resilience<\/a><\/span> <span class=\"gito-pub-tag-element\"><a href=\"\/tag\/subsidies\/\">subsidies<\/a><\/span> <span class=\"gito-pub-tag-element\"><a href=\"\/tag\/welfareindustrie-4-0-management-39-2023-4resilienz\/\">welfareIndustrie 4.0 Management 39 (2023) 4Resilienz<\/a><\/span> <\/div><div><div class=\"social-icons share-icons share-row relative\" ><a href=\"whatsapp:\/\/send?text=Wirtschaftliche%20Resilienz%20durch%20Subventionen%3F - https:\/\/industry-science.com\/en\/articles\/wirtschaftliche-resilienz-durch-subventionen-anmerkungen-aus-oekonomischer-perspektive\/\" data-action=\"share\/whatsapp\/share\" class=\"icon button circle is-outline tooltip whatsapp show-for-medium\" title=\"Share on WhatsApp\" aria-label=\"Share on WhatsApp\"><i class=\"icon-whatsapp\" aria-hidden=\"true\"><\/i><\/a><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer.php?u=https:\/\/industry-science.com\/en\/articles\/wirtschaftliche-resilienz-durch-subventionen-anmerkungen-aus-oekonomischer-perspektive\/\" data-label=\"Facebook\" onclick=\"window.open(this.href,this.title,'width=500,height=500,top=300px,left=300px'); 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In order to achieve the best learning effects, however, the interests of all stakeholders must be taken into account. The factory wishes to deploy its employees quickly and productively, the learners desire a positive learning experience, and the educators want to illustrate abstract concepts in a meaningful and practical way. The only way to combine all of these perspectives is via a well-thought-out educational concept and highly functioning technology.                  <\/div>\n               <\/div>\n               <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-scientific\"><strong>Industry 4.0 Science<\/strong> | Volume 42 | 2026 | Edition 2 | Pages 70-77<\/div>            <\/div>\n         <\/div>\n      <\/a>\n   <\/div>\n   <div class=\"gito-pub-frontend-post-card gito-pub-flex-item gito-pub-flex-item-1\">\n      <a href=\"https:\/\/industry-science.com\/en\/articles\/energy-transition-serious-gaming\/\">\n         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-row\">         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column gito-pub-frontend-post-card-column-image\">\n            <picture>\n               <source media=\"(max-width:640px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/AdobeStock_423992056_BullRun-640x325.webp\">\n               <source media=\"(min-width:641px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/AdobeStock_423992056_BullRun-196x180.webp\">\n               <img decoding=\"async\" class=\"gito-pub-frontend-post-card-image\" src=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/AdobeStock_423992056_BullRun-196x180.webp\" alt=\"Serious Gaming and the Energy Transition\">\n            <\/picture>\n         <\/div>\n            <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column\">               <div class=\"ellipsis\" style=\"height:166px !important;overflow:hidden;\" title=\"Serious Gaming and the Energy Transition\">                  <table class=\"gito-pub-frontend-post-card-header\">\n            \t     <tr>\n                        <td>                  \t\t   <h4 class=\"gito-pub-frontend-post-card-title\" style=\"line-height:1.2em;\">Serious Gaming and the Energy Transition<\/h4>\n                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-subtitle\">Collaborative knowledge generation and interactive understanding of complex interrelationships<\/div>                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-author\"><a href=\"\/authors\/janine-gondolf\/\">Janine Gondolf<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-5644-8328\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a>, <a href=\"\/authors\/gert-mehlmann\/\">Gert Mehlmann<\/a>, <a href=\"\/authors\/joern-hartung\/\">J\u00f6rn Hartung<\/a>, <a href=\"\/authors\/bernd-schweinshaut\/\">Bernd Schweinshaut<\/a>, <a href=\"\/authors\/anne-bauer\/\">Anne Bauer<\/a><\/div>\n                        <\/td>\n                     <\/tr>\n                  <\/table>\n                  <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-text\">\n                     Conveying the complexity and multifaceted nature of the energy transition to a broad audience is a challenge. This article demonstrates how interactive serious games on a multitouch table can help make connections tangible and comprehensible. The games and the table were used in various conversational contexts. These are presented here in three case vignettes based on participant observation of the different applications, as well as situated and shared reflection. The vignettes demonstrate how interaction can trigger epistemic processes, enable shifts in perspective, and foster collective thinking, all of which are necessary for shaping the future of society as a whole.                  <\/div>\n               <\/div>\n               <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-scientific\"><strong>Industry 4.0 Science<\/strong> | Volume 42 | 2026 | Edition 2 | Pages 62-69<\/div>            <\/div>\n         <\/div>\n      <\/a>\n   <\/div>\n   <div class=\"gito-pub-frontend-post-card gito-pub-flex-item gito-pub-flex-item-1\">\n      <a href=\"https:\/\/industry-science.com\/en\/articles\/learning-module-sustainable\/\">\n         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-row\">         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column gito-pub-frontend-post-card-column-image\">\n            <picture>\n               <source media=\"(max-width:640px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/AdobeStock_289023545_Gorodenkoff-640x325.webp\">\n               <source media=\"(min-width:641px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/AdobeStock_289023545_Gorodenkoff-196x180.webp\">\n               <img decoding=\"async\" class=\"gito-pub-frontend-post-card-image\" src=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/AdobeStock_289023545_Gorodenkoff-196x180.webp\" alt=\"Industrial Transformation via a Machining Learning Factory\">\n            <\/picture>\n         <\/div>\n            <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column\">               <div class=\"ellipsis\" style=\"height:166px !important;overflow:hidden;\" title=\"Industrial Transformation via a Machining Learning Factory\">                  <table class=\"gito-pub-frontend-post-card-header\">\n            \t     <tr>\n                        <td>                  \t\t   <h4 class=\"gito-pub-frontend-post-card-title\" style=\"line-height:1.2em;\">Industrial Transformation via a Machining Learning Factory<\/h4>\n                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-subtitle\">A learning module to foster competencies for a sustainability-driven transformation<\/div>                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-author\"><a href=\"\/authors\/oskay-ozen\/\">Oskay Ozen<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0001-5566-6633\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a>, <a href=\"\/authors\/victoria-breidling\/\">Victoria Breidling<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0009-0000-0384-4813\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a>, <a href=\"\/authors\/stefan-seyfried\/\">Stefan Seyfried<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0001-8278-0212\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a>, <a href=\"\/authors\/matthias-weigold\/\">Matthias Weigold<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-7820-8544\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a><\/div>\n                        <\/td>\n                     <\/tr>\n                  <\/table>\n                  <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-text\">\n                     Sustainability-enhancing transformation processes are necessary in all sectors if we are to remain within planetary boundaries. This also applies to the industrial sector as a significant emitter of greenhouse gases. Employees need new competencies to master this complex task of industrial transformation. These range from CO2 equivalents accounting to the development and evaluation of transformation scenarios, including technical measures. The learning module developed here addresses these competency requirements and uses the example of the ETA factory to show how a competency-oriented learning module for industrial transformation can be structured. It essentially comprises four phases: data collection and CO2 equivalents accounting, cause analysis, development of measures and evaluation of measures.                  <\/div>\n               <\/div>\n               <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-scientific\"><strong>Industry 4.0 Science<\/strong> | Volume 42 | Edition 2 | Pages 38-47 | DOI <a style=\"font-weight:bold !important;\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.30844\/I4SE.26.2.38\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">10.30844\/I4SE.26.2.38<\/a><\/div>            <\/div>\n         <\/div>\n      <\/a>\n   <\/div>\n   <div class=\"gito-pub-frontend-post-card gito-pub-flex-item gito-pub-flex-item-1\">\n      <a href=\"https:\/\/industry-science.com\/en\/articles\/data-quality-expertise-ai\/\">\n         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-row\">         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column gito-pub-frontend-post-card-column-image\">\n            <picture>\n               <source media=\"(max-width:640px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Rath_AdobeStock_1861900994_Framestock.jpg-640x325.jpeg\">\n               <source media=\"(min-width:641px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Rath_AdobeStock_1861900994_Framestock.jpg-196x180.jpeg\">\n               <img decoding=\"async\" class=\"gito-pub-frontend-post-card-image\" src=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Rath_AdobeStock_1861900994_Framestock.jpg-196x180.jpeg\" alt=\"Data Quality and Domain Expertise for Resilient AI Deployment\">\n            <\/picture>\n         <\/div>\n            <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column\">               <div class=\"ellipsis\" style=\"height:166px !important;overflow:hidden;\" title=\"Data Quality and Domain Expertise for Resilient AI Deployment\">                  <table class=\"gito-pub-frontend-post-card-header\">\n            \t     <tr>\n                        <td>                  \t\t   <h4 class=\"gito-pub-frontend-post-card-title\" style=\"line-height:1.2em;\">Data Quality and Domain Expertise for Resilient AI Deployment<\/h4>\n                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-subtitle\">Integrating anomaly and label error detection in industry<\/div>                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-author\"><a href=\"\/authors\/pavlos-rath-manakidis\/\">Pavlos Rath-Manakidis<\/a>, <a href=\"\/authors\/henry-huick\/\">Henry Huick<\/a>, <a href=\"\/authors\/erdi-uenal\/\">Erdi \u00dcnal<\/a>, <a href=\"\/authors\/bjoern-kraemer\/\">Bj\u00f6rn Kr\u00e4mer<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0009-0004-4659-012X\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a>, <a href=\"\/authors\/laurenz-wiskott\/\">Laurenz Wiskott<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0001-6237-740X\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a><\/div>\n                        <\/td>\n                     <\/tr>\n                  <\/table>\n                  <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-text\">\n                     AI implementation transforms work and worker-technology relationships in industrial quality control. This paper explores how approaches to data quality and model transparency support ethical AI deployment, fostering worker agency, trust, and sustainable work design in automatic surface inspection systems (ASIS). Recurring problems like data inefficiency, variable model confidence, and limited AI expertise point to key challenges of human-centered AI: user trust, agency and responsible data management. A solution co-developed with an ASIS supplier demonstrates that the challenges extend beyond the purely technical, underscoring the value of AI design that augments human capabilities. Technical solutions such as anomaly, label error, and domain drift detection are proposed to enhance data quality and model reliability. The insights emphasize the following generalizable strategies for resilient AI integration: understanding user-reported problems through a human-AI interaction lens, ...                  <\/div>\n               <\/div>\n               <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-scientific\"><strong>Industry 4.0 Science<\/strong> | Volume 42 | Edition 1 | Pages 128-135 | DOI <a style=\"font-weight:bold !important;\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.30844\/I4SE.26.1.120\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">10.30844\/I4SE.26.1.120<\/a><\/div>            <\/div>\n         <\/div>\n      <\/a>\n   <\/div>\n   <div class=\"gito-pub-frontend-post-card gito-pub-flex-item gito-pub-flex-item-1\">\n      <a href=\"https:\/\/industry-science.com\/en\/articles\/digital-competence-lab-dcl-for-speech-therapy\/\">\n         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-row\">         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column gito-pub-frontend-post-card-column-image\">\n            <picture>\n               <source media=\"(max-width:640px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/AdobeStock_37050264-640x325.jpeg\">\n               <source media=\"(min-width:641px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/AdobeStock_37050264-196x180.jpeg\">\n               <img decoding=\"async\" class=\"gito-pub-frontend-post-card-image\" src=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/AdobeStock_37050264-196x180.jpeg\" alt=\"Digital Competence Lab (DCL) for Speech Therapy\">\n            <\/picture>\n         <\/div>\n            <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column\">               <div class=\"ellipsis\" style=\"height:166px !important;overflow:hidden;\" title=\"Digital Competence Lab (DCL) for Speech Therapy\">                  <table class=\"gito-pub-frontend-post-card-header\">\n            \t     <tr>\n                        <td>                  \t\t   <h4 class=\"gito-pub-frontend-post-card-title\" style=\"line-height:1.2em;\">Digital Competence Lab (DCL) for Speech Therapy<\/h4>\n                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-subtitle\">Designing a learning platform to advance digital skills<\/div>                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-author\"><a href=\"\/authors\/anika-thurmann\/\">Anika Thurmann<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0001-9613-7834\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a>, <a href=\"\/authors\/antonia-weirich\/\">Antonia Weirich<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0003-4953-1139\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a>, <a href=\"\/authors\/kerstin-bilda\/\">Kerstin Bilda<\/a>, <a href=\"\/authors\/fiona-doerr\/\">Fiona D\u00f6rr<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-4696-5049\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a>, <a href=\"\/authors\/lars-toenges\/\">Lars T\u00f6nges<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0001-6621-144X\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a><\/div>\n                        <\/td>\n                     <\/tr>\n                  <\/table>\n                  <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-text\">\n                     The digital transformation of healthcare results in lasting changes in speech therapy. Smart technologies and artificial intelligence (AI) are creating new opportunities to ensure therapy quality, address care bottlenecks, and actively involve patients in exercise processes. At the same time, these developments are expanding the role of speech therapists, who increasingly use digital systems as supportive tools in addition to their core therapeutic tasks. Based on a feasibility study of the AI-supported application ISi-Speech-Sprechen in a real-world setting of complex Parkinson's therapy (PKT), this article outlines the key challenges associated with implementing smart technologies.                  <\/div>\n               <\/div>\n               <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-scientific\"><strong>Industry 4.0 Science<\/strong> | Volume 42 | 2026 | Edition 1 | Pages 110-118 | DOI <a style=\"font-weight:bold !important;\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.30844\/I4SE.26.1.102\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">10.30844\/I4SE.26.1.102<\/a><\/div>            <\/div>\n         <\/div>\n      <\/a>\n   <\/div>\n   <div class=\"gito-pub-frontend-post-card gito-pub-flex-item gito-pub-flex-item-1\">\n      <a href=\"https:\/\/industry-science.com\/en\/articles\/ai-skills-responsible-use\/\">\n         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-row\">         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column gito-pub-frontend-post-card-column-image\">\n            <picture>\n               <source media=\"(max-width:640px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/LangholfAdobeStock_508386888_Pcess609-640x325.jpg\">\n               <source media=\"(min-width:641px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/LangholfAdobeStock_508386888_Pcess609-196x180.jpg\">\n               <img decoding=\"async\" class=\"gito-pub-frontend-post-card-image\" src=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/LangholfAdobeStock_508386888_Pcess609-196x180.jpg\" alt=\"AI Skills for Responsible Use\">\n            <\/picture>\n         <\/div>\n            <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column\">               <div class=\"ellipsis\" style=\"height:166px !important;overflow:hidden;\" title=\"AI Skills for Responsible Use\">                  <table class=\"gito-pub-frontend-post-card-header\">\n            \t     <tr>\n                        <td>                  \t\t   <h4 class=\"gito-pub-frontend-post-card-title\" style=\"line-height:1.2em;\">AI Skills for Responsible Use<\/h4>\n                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-subtitle\">Realistic learning environments, critical thinking, and role design in teams<\/div>                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-author\"><a href=\"\/authors\/valentin-langholf\/\">Valentin Langholf<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-0440-4665\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a>, <a href=\"\/authors\/niklas-obermann\/\">Niklas Obermann<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0009-0004-3817-3203\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a>, <a href=\"\/authors\/uta-wilkens\/\">Uta Wilkens<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-7485-4186\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a>, <a href=\"\/authors\/marco-kuhnke\/\">Marco Kuhnke<\/a>, <a href=\"\/authors\/michael-pruefer\/\">Michael Pr\u00fcfer<\/a><\/div>\n                        <\/td>\n                     <\/tr>\n                  <\/table>\n                  <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-text\">\n                     Artificial intelligence (AI) is changing the world of work. But how can work teams learn to use AI support in a way that delivers speed advantages and ensures consistently high quality? One possible approach is to test it in a workplace-like simulation. Trying it out under realistic conditions shows the role that critical thinking plays.                  <\/div>\n               <\/div>\n               <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-scientific\"><strong>Industry 4.0 Science<\/strong> | Volume 42 | Edition 1 | Pages 100-107 | DOI <a style=\"font-weight:bold !important;\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.30844\/I4SE.26.1.92\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">10.30844\/I4SE.26.1.92<\/a><\/div>            <\/div>\n         <\/div>\n      <\/a>\n   <\/div>\n<\/div>\n<!-- GITO_PUB_POST end flex-container -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The world economy is under tension. For years now, globalization has been faltering, moving sideways at best. Recent developments have caused additional distortions. There is now a strong desire for independence. In many places, subsidies are supposed to pave the way for this. In some areas, a veritable competition has broken out in this regard. 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