{"id":93427,"date":"2019-02-15T12:00:00","date_gmt":"2019-02-15T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/industry-science.com\/?post_type=article&#038;p=93427"},"modified":"2024-04-16T16:32:11","modified_gmt":"2024-04-16T14:32:11","slug":"blockchain-as-enabler-of-a-decentralized-additive-manufacturing-production-network","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/industry-science.com\/en\/articles\/blockchain-as-enabler-of-a-decentralized-additive-manufacturing-production-network\/","title":{"rendered":"Blockchain as Enabler of a Decentralized Additive Manufacturing Production Network"},"content":{"rendered":"\n<p>Die additive Fertigung, im Englischen als Additive Manufacturing (AM) bezeichnet, beschreibt eine Gruppe von Fertigungstechnologien, die die Herstellung komplexer Objekte erm\u00f6glichen, indem Material automatisch in Schichten aufgetragen wird, bis ein dreidimensionales Objekt entsteht. Gegen\u00fcber der traditionellen Fertigung bietet AM den Vorteil, dass Teile direkt und ohne Spezialwerkzeuge mit einer Vielzahl von Materialien wie Kunststoff, Metall oder Keramik hergestellt werden k\u00f6nnen [1].<\/p>\n\n<p>In den letzten Jahren hat sich AM von einer Anwendung f\u00fcr das Rapid Prototyping zu einer Fertigungstechnologie f\u00fcr die Herstellung von Teilen f\u00fcr kleine Losgr\u00f6\u00dfen entwickelt. Im Laufe der technologischen Entwicklung erweist sich AM als ernsthafte Antwort auf viele Probleme in der Produktion und stellt einen erheblichen Beitrag zur vierten industriellen Revolution dar [2]. Speziell die Integration in den bestehenden Produktionsprozess verspricht gro\u00dfe Vorteile f\u00fcr die Bauteilgeometrie und f\u00fcr die Herstellung kundenspezifischer Produkte [3, 4].<\/p>\n\n<p>Um die im industriellen Bereich geforderten St\u00fcckzahlen zu erreichen, werden aufgrund der langen Druckzeiten, eine hohe Anzahl an AM-Fertigungsressourcen ben\u00f6tigt, was Unternehmen vor neue Herausforderungen stellt. Neben den hohen Anfangsinvestitionen, sowie der Entwicklung des ben\u00f6tigten Know-hows, ist auch das Risiko von ungenutzten Kapazit\u00e4ten bei geringer Kapazit\u00e4tsauslastung als ein potenzielles Problem anzusehen [5]. Besonders hohe Marktpreise der Anbieter verhindern den Zugang zur Integration innovativer Produktionstechnologien in die eigene Wertsch\u00f6pfung [6].<\/p>\n\n<p>Um dieses Problem zu l\u00f6sen, muss die Auslastung der Produktionslinien innerhalb eines Unternehmens bestm\u00f6glich analysiert und optimiert werden. Daher sind die Planung und Koordination der Fertigungsauftr\u00e4ge in den Bereichen der Feinterminierung und Ablaufplanung von entscheidender Bedeutung. Diese operativen Prozessdaten sind Teil des Produktionssystems und befinden sich innerhalb der Informationssysteme, der Produktionsplanungs- und Steuerungssysteme (PPS). Kernaufgabe des PPS ist die terminliche, kapazit\u00e4ts- und mengenbezogene Produktionsprogrammplanung, die Bedarfsplanung von Fertigungs- und Montageprozessen, sowie die Planung und Steuerung der Fremdbeschaffung und Eigenfertigung [7].<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ungenutzte Fertigungsressourcen identifizieren<\/h2>\n\n<p>F\u00fcr eine optimale Ausnutzung der AM-Fertigungsressourcen k\u00f6nnen zwei- oder dreidimensionale Verschachtelungsalgorithmen verwendet werden [8]. K\u00f6nnen Bauteile aufgrund von St\u00fctzstrukturen nicht \u00fcbereinandergelegt werden, so wird ein zweidimensionaler Verschachtelungsalgorithmus verwendet. Ist ein \u00dcbereinanderlegen der Bauteile m\u00f6glich, kommt ein dreidimensionaler Verschachtelungsalgorithmus zur Anwendung [9]. Zur Steigerung der Effizienz der Verschachtelungsalgorithmen, sollten die Herstellungsobjekte aus einem Auftrag nicht den Druckauftr\u00e4gen direkt zugeordnet werden, sondern stattdessen dynamisch anhand der Kombinierbarkeit auf die Fertigungsanlagen verteilt werden. Hierzu m\u00fcssen die Herstellungsobjekte zun\u00e4chst nach ihren Produktionsparametern gruppiert werden, um diese dann mittels der Verschachtelungsalgorithmen zu Druckauftr\u00e4gen zu kombinieren.<\/p>\n\n<p>Eine Restriktion bei der Gruppenbildung, stellen die Arbeitszeiten der Maschinenbediener dar [10]. Daher m\u00fcssen bei der Feinterminierung, neben der Nutzung des maximalen Bauraums, auch die Personalverf\u00fcgbarkeit und -qualifizierung mitber\u00fccksichtigt werden. Hierzu besteht ein Optimierungsmodell f\u00fcr die Planung von AM-Druckauftr\u00e4gen, bei dem Verschachtelungsalgorithmen um einen zeitlichen Faktor erweitert werden und eine zeitorientierte Bauraumnutzung erm\u00f6glichen [10].<\/p>\n\n<p>Unter Verwendung dieses Optimierungsmodells l\u00e4sst sich f\u00fcr jeden Druckauftrag die ungenutzte Produktionskapazit\u00e4t ganzer AM-Fertigungsanlagen identifizieren, die mittels des verf\u00fcgbaren Bauraums und Zeit beschrieben wird. Dies f\u00fchrt dazu, dass einerseits der verf\u00fcgbare Bauraum einzelner Druckauftr\u00e4ge und andererseits die Nutzung ganzer AM-Fertigungsanlagen bei \u00dcber- oder Unterkapazit\u00e4t auf dem Markt angeboten werden k\u00f6nnen. Eine Ann\u00e4hrung der ben\u00f6tigten Druckzeit, l\u00e4sst sich anhand des Volumens des herzustellenden Objekts berechnen. Welches Objekt f\u00fcr einen Druckauftrag geeignet ist, l\u00e4sst sich mittels der Bounding-Box des Objekts, welche die maximalen Ma\u00dfe in die X, Y und Z-Ausrichtung wiedergibt, \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"426\" src=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gloeckle_IM-19-1_Bild-1-1024x426.jpg\" alt=\"Identifizierung von ungenutzten Fertigungskapazit&#xE4;ten additiver Fertigungsanlagen\" class=\"wp-image-101600\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gloeckle_IM-19-1_Bild-1-1024x426.jpg 1024w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gloeckle_IM-19-1_Bild-1-510x212.jpg 510w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gloeckle_IM-19-1_Bild-1-64x27.jpg 64w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gloeckle_IM-19-1_Bild-1-764x318.jpg 764w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gloeckle_IM-19-1_Bild-1-768x320.jpg 768w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gloeckle_IM-19-1_Bild-1-514x214.jpg 514w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gloeckle_IM-19-1_Bild-1.jpg 1400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Bild 1: Identifizierung von ungenutzten Fertigungskapazit\u00e4ten additiver Fertigungsanlagen.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ressourcenbereitstellung in einem Produktionsnetzwerk<\/h2>\n\n<p>F\u00fcr eine unternehmens\u00fcbergreifende Nutzung der Fertigungskapazit\u00e4ten, m\u00fcssen Produkt- und Auftragsdaten in einem zugriffssicheren Austausch abgebildet werden, um neue Nutzenpotenziale zu erschlie\u00dfen. Da das Auslagern von Produktionsauftr\u00e4gen in der Regel mit erheblichem, organisatorischem Aufwand verbunden ist, sind Unternehmen oft gezwungen, mehr Produktionskapazit\u00e4ten aufzubauen, als tats\u00e4chlich zur Einhaltung der erforderlichen Liefertermine ben\u00f6tigt werden. Infolgedessen werden Produktionsanlagen oft ineffizient genutzt [11].<\/p>\n\n<p>Eine L\u00f6sung f\u00fcr den sicheren Datenaustausch stellt die Blockchain-Technologie dar. Die Blockchain (BC) ist eine neue Technologie, die es allen Mitgliedern eines Netzwerks erm\u00f6glicht, Transaktionen dezentral, manipulationssicher und transparent abzuwickeln. Um den Aspekt der Dezentralisierung zu verfolgen, speichert die BC eine Reihe von Datens\u00e4tzen (Bl\u00f6cken) \u00fcber eine Verkettung (Hash-Werte) auf seinen Vorg\u00e4nger- oder Nachfolgerdatensatz [12]. Diese sogenannten \u201eHash\u201c-S\u00e4tze bilden die Verbindung zwischen den Bl\u00f6cken, also die Kette (Chain). In vielen Marktbereichen gilt die Blockchain als Schl\u00fcsseltechnologie f\u00fcr zuk\u00fcnftige Entwicklungen [13].<\/p>\n\n<p>Neben der reinen Speicherung von Transaktionen, wie sie z. B. im bekannten Bitcoin-Netzwerk vorkommen, bieten viele andere BC-Plattformen wie Ethereum oder Hyperledger die Speicherung und Ausf\u00fchrung von sogenannten Smart Contracts (SC) an. Diese SC sind dezentral gespeicherte Computerprogramme, die rechtliche Vertr\u00e4ge abbilden und deren Einhaltung \u00fcberpr\u00fcfen k\u00f6nnen. Aufgrund der Gestaltung des Vertrages als Code, erlaubt dieser im Gegensatz zu traditionellen Vertr\u00e4gen keinen Interpretationsspielraum.<\/p>\n\n<p>Zun\u00e4chst wird der SC in der BC abgespeichert und erh\u00e4lt f\u00fcr die Identifizierung eine eindeutige Adresse, welche f\u00fcr die nachfolgenden Transaktionsaufrufe ben\u00f6tigt wird. Damit ist es m\u00f6glich den SC mit einer Transaktion aufzurufen und in der BC auszuf\u00fchren. Je nach Typ und verwendeter Plattform kann der SC-Code und die Transaktionen \u00f6ffentlich eingesehen werden. SC bringen aufgrund der automatisierten Abwicklung zudem eine Anzahl von Vorteilen mit sich. Da die Notwendigkeit von menschlichen Interaktionen bei der Pr\u00fcfung der entstehenden Ereignisse entf\u00e4llt, entsteht eine Kosten- und Zeitreduzierung, wodurch eine erh\u00f6hte Geschwindigkeit, Pr\u00e4zision, Effizienz und Transparenz resultieren [14].<\/p>\n\n<p>Im Gegensatz zu traditionellen Ans\u00e4tzen der Automatisierung innerhalb einzelner Unternehmen, erfolgt die Durchf\u00fchrung des SC und die entsprechende Einhaltung der vertraglichen Bedingungen nicht zentralisiert, sondern innerhalb der BC. Damit werden die wesentlichen vorteilhaften Eigenschaften der BC wie die Dezentralisierung und Manipulationssicherheit auch auf die SCs \u00fcbertragen, womit das Vertrauen der Nutzer aufgebaut werden kann.<\/p>\n\n<p>Dadurch ergeben sich f\u00fcr produzierende Unternehmen neue Perspektiven und Anwendungen, da kritische Daten wie Konstruktionszeichnungen oder Auftr\u00e4ge \u00fcber Unternehmensgrenzen hinweg sicher \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen. Im Falle der Beziehung zwischen produzierenden Unternehmen und Kunden, k\u00f6nnen diese untereinander ohne Zwischenh\u00e4ndler verbunden werden. Die daf\u00fcr notwendigen Daten werden manipulationssicher und transparent im SC gespeichert. Diese Daten enthalten auf der Kundenseite die Adressdaten, die Auftragsdaten und auf der Produzentenseite die Adressdaten und Kapazit\u00e4tsbeschreibungen. Damit kann der Kapazit\u00e4tsnutzer einerseits eine geeignete Produktionskapazit\u00e4t ermitteln und der Produzent andererseits Kundenauftr\u00e4ge finden, um die Auslastung einer Produktionskapazit\u00e4t zu erh\u00f6hen.<\/p>\n\n<p>F\u00fcr das Abspeichern von gro\u00dfen Dateien, wie Konstruktionszeichnungen, kann ein Cloud- oder Distributed-Datenspeicher mit einer asymmetrischen Verschl\u00fcsselung verwendet werden [15]. Hierbei wird lediglich der Pfad zu der jeweiligen Datei im SC abgespeichert. Nur der Kapazit\u00e4tsanbieter kann anschlie\u00dfend die Datei mittels seines eigenen privaten Schl\u00fcssels \u00f6ffnen. Dadurch k\u00f6nnen die AM-Fertigungsressourcen mit einer sicheren Produkt- und Auftragsdaten\u00fcbertragung in einem public oder permissioned BC basierten Produktionsnetzwerk verwendet werden (Bild 2).<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"482\" src=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gloeckle_IM-19-1_Bild-2-1024x482.jpg\" alt=\"Auftragsbildung mittels der public und private oder permissioned Blockchain\" class=\"wp-image-101602\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gloeckle_IM-19-1_Bild-2-1024x482.jpg 1024w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gloeckle_IM-19-1_Bild-2-510x240.jpg 510w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gloeckle_IM-19-1_Bild-2-64x30.jpg 64w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gloeckle_IM-19-1_Bild-2-764x360.jpg 764w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gloeckle_IM-19-1_Bild-2-768x362.jpg 768w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gloeckle_IM-19-1_Bild-2-514x242.jpg 514w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gloeckle_IM-19-1_Bild-2.jpg 1400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Bild 2: Auftragsbildung mittels der public und private oder permissioned Blockchain.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Mit der public BC k\u00f6nnen Kunden ihre Produktionsbedarfe einer offenen Gemeinschaft von Produzenten anbieten, ohne dass ein Mittelsmann in Form einer Plattform ben\u00f6tigt wird. Infolgedessen verlieren die Mittelsm\u00e4nner die Datenhoheit \u00fcber Hersteller und Nutzer, was den Aufbau neuer Gesch\u00e4ftskontakte zwischen Kunden und Produzenten erm\u00f6glicht. Allerdings m\u00fcssen die resultierenden Kosten f\u00fcr die Aufrufe der Smart Contracts einer public BC ber\u00fccksichtigt werden. Im Gegensatz zur public BC erm\u00f6glicht die permissioned BC, die Genehmigung zur Teilnahme nur durch bereits vorhandene Teilnehmer.<\/p>\n\n<p>Vorteilhaft ist zudem, dass keine Transaktionsgeb\u00fchren anfallen und die Einsicht in die Transaktionen der Teilnehmer reguliert ist. Dadurch k\u00f6nnen alle Fertigungsauftr\u00e4ge ohne Folgekosten abgewickelt werden, jedoch mit den Vorteilen der Verwendung der BC, da alle Parteien eine gemeinsame dezentrale Datenbank f\u00fcr die Zusammenarbeit nutzen. Zusammenfassend l\u00e4sst sich damit sagen, dass die public BC verwendet werden kann, um neue Gesch\u00e4ftsbeziehungen zwischen Kunden und Produzenten aufzubauen und mit einer private oder permissioned BC die bestehenden oder aufgebauten Gesch\u00e4ftsbeziehungen abgewickelt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n<p>Dem ungeachtet muss ein besonderer Schwerpunkt auf der Entwicklung der SCs liegen. Insbesondere bei fehlerhaften Programmierungen k\u00f6nnen Sicherheitsl\u00fccken entstehen, die einen funktionellen oder finanziellen Schaden aufgrund eines Angriffs, zur Folge h\u00e4tten. Um die Datensicherheit daher sowohl von Kunden als auch von Anbietern zu gew\u00e4hrleisten, sind Mechanismen zur \u00dcberpr\u00fcfung einer korrekten Funktionsweise von Smart Contracts erforderlich.<\/p>\n\n<p>Bei der Verwendung von SCs entstehen unter anderem Anwendungsf\u00e4lle, bei denen auf externe Daten zugegriffen werden muss. Diese werden als Orakel bezeichnet und erm\u00f6glichen die Bereitstellung von Daten aus der realen Welt. Infolgedessen bilden Orakel damit einen unabh\u00e4ngigen Akteur, der nur Daten oder Zust\u00e4nde bereitstellt jedoch selbst nicht von dem SC betroffen ist. Folglich verbessern Orakel die Integration der SC in die reale Welt, erzeugen aber auch auf der anderen Seite eine h\u00f6here Komplexit\u00e4t, da Authentifizierung, Sicherheit und Vertrauen in die Orakel gew\u00e4hrleistet werden m\u00fcssen [16].<\/p>\n\n<p>Innerhalb eines AM-Produktionsnetzwerkes k\u00f6nnte ein Versanddienst beispielsweise mit einem \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Trackingdienst die Rolle eines Orakels \u00fcbernehmen. Hierbei werden im SC Konditionen, im Falle eines Lieferverzugs oder einer Bonuszahlung, festgelegt. Die \u00dcberpr\u00fcfung und die Zahlung k\u00f6nnen demnach automatisiert im SC abgewickelt werden. Infolgedessen stellt die vertragliche Kondition fest, ob ein Ereignis vorliegt und kann eine Zahlung an den Konsumenten oder Produzenten voll automatisiert ausl\u00f6sen, ohne dass der betroffene Akteur einen Nachweis erbringen muss.<\/p>\n\n<p>Ein weiterer Anwendungsfall innerhalb des Bereichs Versand, ist die Durchf\u00fchrung von Transportversicherungen mittels des SC. In diesem Fall k\u00f6nnen Akteure vorab festlegen, zu welche Konditionen und welcher Umfang von den Transportrisiken getragen werden, womit im Schadensfall eine Zahlung automatisiert durchgef\u00fchrt werden kann. Mittels des Einsatzes von Orakeln im SC kann die Kommunikation zwischen beteiligten Akteuren beschleunigt und den Risikotransfer damit erleichtert werden. Im Ergebnis entf\u00e4llt eine manuelle Bearbeitung durch Personal und der Vertrag kann, wie von beiden Seiten urspr\u00fcnglich festgelegt, durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n\n<p>Demungeachtet kann bei der Verwendung von Orakeln innerhalb von SCs das sogenannte \u201eOrakel-Problem\u201c entstehen. Dieses besteht darin, dass die Orakel als 3. Partei fungieren und somit der Ablauf der SC von den wahrheitsgetreuen Angaben des Orakels abh\u00e4ngig ist. Dies hat zur Folge, dass durch die Abh\u00e4ngigkeit der Orakel eine Aushebelung der Sicherheitsmechanismen der SC und BC stattfindet. Folglich erfordert der Einsatz von Orakeln ein hohes Ma\u00df an Vertrauen, Zuverl\u00e4ssigkeit und Sicherheit, damit die Daten wahrheitsgetreu und p\u00fcnktlich gemeldet und gegen Manipulation gesichert werden k\u00f6nnen. Ein weiterer kritischer Aspekt der SCs, stellt die rechtliche Vereinbarkeit eines SC mit den geltenden Rechtsgrunds\u00e4tzen dar.<\/p>\n\n<p>Da SCs in der Regel keine Vertr\u00e4ge im eigentlichen Rechtssinne darstellen, weil die Nutzer im Zweifelsfall nicht mit der technischen Funktionsweise vertraut sind und die Programmcodes im Detail nicht kennen, kann das geltende Rechtsverst\u00e4ndnis \u00fcber das Zustandekommen von Vertr\u00e4gen, deren Ausf\u00fchrung und Interpretation, als zweifelhaft angesehen werden. Folglich werden die erforderlichen Willenserkl\u00e4rungen nicht, durch den wechselseitigen Austausch eines Vertrags gerichtet, vergeben, sondern beruhen auf einem niedergelegten Softwarecode.<\/p>\n\n<p>Insbesondere das Recht von Anfechtung und R\u00fccktritt, sind auf der BC-Basis nur schwer darstellbar [17]. Auch die Gew\u00e4hrung von Besitz und Eigentum mittels Blockchain und der Einsatz von Kryptow\u00e4hrungen als Zahlungsmittel kann im Zusammenhang mit den geltenden Rechtsgrunds\u00e4tzen als fraglich betrachtet werden [18]. Aktuell entspricht die SC in Deutschland einer software-gesch\u00fctzen Umsetzung eines traditionellen Vertrags und ist daher ohne jegliche Rechtswirkung anzusehen [17]. Dementsprechend m\u00fcssen die rechtlichen Beziehungen der Akteure weiterhin durch herk\u00f6mmliche Vertr\u00e4ge abgesichert werden. Um die offenen Diskussionspunkte, wie und in welcher Form die Technologie bestehendes Recht abbildet, zu analysieren, muss zun\u00e4chst eine intensive Zusammenarbeit von Juristen und Informatikern stattfinden [19].<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung und Ausblick<\/h2>\n\n<p>Wie in vorliegenden Ausf\u00fchrungen gezeigt wurde, ist die L\u00f6sung der technologischen Aufgaben von additiven Fertigungsverfahren nicht ausreichend, um dieser attraktiven Technologie auch in der Praxis eine gro\u00dfe Verbreitung zu erm\u00f6glichen. Wenn die Anforderungen an die Fertigungsqualit\u00e4t hoch sind, sind auch die Investitionen in die Produktionsanlagen entsprechend hoch. Wenn dies nicht mit einer entsprechenden eigenen Auslastung einhergeht, rechnen sich solche Anlagen nur, wenn zus\u00e4tzliche Auftr\u00e4ge von Kunden die Auslastung verbessern. Da von einer steigenden Nachfrage nach Druckkapazit\u00e4t auszugehen ist, ist es notwendig Nachfragenden und Anbietern sichere M\u00f6glichkeiten zur Zusammenarbeit anzubieten.<\/p>\n\n<p>Dies zeigt, dass die Nutzung additiver Fertigungsverfahren auch eine wichtige IT-technische Dimension hat, die administrativer Art ist. Wenn man vom Szenario ausgeht, dass Druckkapazit\u00e4t im Laufe der Zeit weltweit kundennah zur Verf\u00fcgung steht und damit herk\u00f6mmliche Logistikleistungen zwischen Produzent und Kunde durch eine \u00dcbertragung von Modelldaten ersetzt wird, muss diese \u00dcbertragung ausreichend sicher sein. Zum einen um die korrekte Durchf\u00fchrung eines Auftrags sicherzustellen, zum anderen aber auch um eine missbr\u00e4uchliche Nutzung von \u00fcbertragenen Modelldaten zu verhindern. Blockchain und Smart Contracts zeigen einen Weg, wie dies m\u00f6glich ist. Erfolgreich wird dies aber nur sein, wenn es auch gelingt, den Einsatz dieser Technologien so einfach und verst\u00e4ndlich zu machen, dass Kunden und Nachfrager auch bereit sind, sie zu nutzen.<\/p>\n<hr><div class=\"gito-pub-content-bibliography\"><h2>Bibliography <\/h2>[1] Gibson, I.; Rosen, D. W.; Stucker, B.: Additive Manufacturing Technologies. Boston, USA 2010.\r<br>[2] McKinsey Digital: Industry 4.0: How to navigate digitization of the manufacturing sector. M\u00fcnchen Stamford Tokio Hamburg 2015.\r<br>[3] Gao, W.: The status, challenges, and future of additive manufacturing in engineering, Comput.-Aided Des., Bd. 69 (2015), S. 65-89.\r<br>[4] Berman, B.: 3-D printing: The new industrial revolution, BuS. Horiz., Bd. 55 (2012) 2, S. 155-162.\r<br>[5] Gibson, I.; Rosen, D.; Stucker, B.: Additive manufacturing technologies: 3D printing, rapid prototyping and direct digital manufacturing, Second Edition. 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V.: Increasing the Utilization of Additive Manufacturing Resources through the Use of Blockchain Technology for a Production Network, Balt.- DBIS-Forum-DC 2018, S. 135-141.\r<br>[16] Zhang, F.; Cecchetti, E.; Croman, K.; Juels, A.; Shi, E.: Town Crier: An Authenticated Data Feed for Smart Contracts, in Proceedings of the 2016 ACM SIGSAC Conference on Com- puter and Communications Security &#8211; CCS\u201916. Wien 2016.\r<br>[17] M\u00f6hlenkamp, M.; Wessel, T.: Smart Contracts in der Versicherung \u2013 Chancen und rechtliche Herausforderungen, Die Versicherungspraxis, Bd. 05\/2018.\r<br>[18] Rasinski, A.: Blockchain-Technologie: Analyse ausgew\u00e4hlter Anwendungsf\u00e4lle und Bewertung rechtlicher Aspekte\u201c. 2018.\r<br>[19] Welzel, C.; Eckert, K.-P.; Kirstein, F.; Jacumeit, V.: Mythos Blockchain \u2013 Herausforderung f\u00fcr den \u00d6ffentlichen Sektor. 2017.<\/div><div id=\"download-section\" class=\"gito-pub-download-section\" style=\"text-align:center;margin:20px;\"><h2>Your downloads<\/h2><button style=\"font-size:14px;margin-right:15px;\" class=\"button gito-pub-cpt-download-button\" data-postid=\"93427\" data-userid =\"0\" data-filename=\"baumung-Blockchain als Enabler eines dezentralen-Produktionsnetzwerkes-IM2019-1.pdf\"><span style=\"margin-top:5px !important;\" class=\"dashicons dashicons-download\"><\/span>&nbsp;&nbsp;PDF<\/button><\/div><div class=\"gito-pub-tags-social-share\" style=\"display:flex;justify-content:space-between;\"><div>Tags: <span class=\"gito-pub-tag-element\"><a href=\"\/tag\/additive-fertigung-en\/\">Additive Fertigung<\/a><\/span> <span class=\"gito-pub-tag-element\"><a href=\"\/tag\/additive-manufacturing\/\">Additive Manufacturing<\/a><\/span> <span class=\"gito-pub-tag-element\"><a href=\"\/tag\/blockchain\/\">Blockchain<\/a><\/span> <span class=\"gito-pub-tag-element\"><a href=\"\/tag\/blockchain-en\/\">Blockchain<\/a><\/span> <span class=\"gito-pub-tag-element\"><a href=\"\/tag\/production-network\/\">production network<\/a><\/span> <span class=\"gito-pub-tag-element\"><a href=\"\/tag\/smart-contract\/\">Smart Contract<\/a><\/span> <span class=\"gito-pub-tag-element\"><a href=\"\/tag\/smart-contracts\/\">Smart Contracts<\/a><\/span> <span class=\"gito-pub-tag-element\"><a href=\"\/tag\/smart-contracts-en\/\">Smart Contracts<\/a><\/span> <\/div><div><div class=\"social-icons share-icons share-row relative\" ><a href=\"whatsapp:\/\/send?text=Blockchain%20as%20Enabler%20of%20a%20Decentralized%20Additive%20Manufacturing%20Production%20Network - https:\/\/industry-science.com\/en\/articles\/blockchain-as-enabler-of-a-decentralized-additive-manufacturing-production-network\/\" data-action=\"share\/whatsapp\/share\" class=\"icon button circle is-outline tooltip whatsapp show-for-medium\" title=\"Share on WhatsApp\" aria-label=\"Share on WhatsApp\"><i class=\"icon-whatsapp\" aria-hidden=\"true\"><\/i><\/a><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer.php?u=https:\/\/industry-science.com\/en\/articles\/blockchain-as-enabler-of-a-decentralized-additive-manufacturing-production-network\/\" data-label=\"Facebook\" onclick=\"window.open(this.href,this.title,'width=500,height=500,top=300px,left=300px'); 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Learning factories are one helpful approach to countering these challenges. One such example is the learning factory F\u00e1brica do Futuroin S\u00e3o Paulo, Brazil, which has engaged students, supported competence development, and collaborated with industry in applied research, functioning as a hub for advanced manufacturing initiatives.                  <\/div>\n               <\/div>\n            <\/div>\n         <\/div>\n      <\/a>\n   <\/div>\n   <div class=\"gito-pub-frontend-post-card gito-pub-flex-item gito-pub-flex-item-1\">\n      <a href=\"https:\/\/industry-science.com\/en\/articles\/energy-transition-serious-gaming\/\">\n         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-row\">         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column gito-pub-frontend-post-card-column-image\">\n            <picture>\n               <source media=\"(max-width:640px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/AdobeStock_423992056_BullRun-640x325.webp\">\n               <source media=\"(min-width:641px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/AdobeStock_423992056_BullRun-196x180.webp\">\n               <img decoding=\"async\" class=\"gito-pub-frontend-post-card-image\" src=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/AdobeStock_423992056_BullRun-196x180.webp\" alt=\"Serious Gaming and the Energy Transition\">\n            <\/picture>\n         <\/div>\n            <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column\">               <div class=\"ellipsis\" style=\"height:166px !important;overflow:hidden;\" title=\"Serious Gaming and the Energy Transition\">                  <table class=\"gito-pub-frontend-post-card-header\">\n            \t     <tr>\n                        <td>                  \t\t   <h4 class=\"gito-pub-frontend-post-card-title\" style=\"line-height:1.2em;\">Serious Gaming and the Energy Transition<\/h4>\n                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-subtitle\">Collaborative knowledge generation and interactive understanding of complex interrelationships<\/div>                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-author\"><a href=\"\/authors\/janine-gondolf\/\">Janine Gondolf<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-5644-8328\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a>, <a href=\"\/authors\/gert-mehlmann\/\">Gert Mehlmann<\/a>, <a href=\"\/authors\/joern-hartung\/\">J\u00f6rn Hartung<\/a>, <a href=\"\/authors\/bernd-schweinshaut\/\">Bernd Schweinshaut<\/a>, <a href=\"\/authors\/anne-bauer\/\">Anne Bauer<\/a><\/div>\n                        <\/td>\n                     <\/tr>\n                  <\/table>\n                  <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-text\">\n                     Conveying the complexity and multifaceted nature of the energy transition to a broad audience is a challenge. This article demonstrates how interactive serious games on a multitouch table can help make connections tangible and comprehensible. The games and the table were used in various conversational contexts. These are presented here in three case vignettes based on participant observation of the different applications, as well as situated and shared reflection. The vignettes demonstrate how interaction can trigger epistemic processes, enable shifts in perspective, and foster collective thinking, all of which are necessary for shaping the future of society as a whole.                  <\/div>\n               <\/div>\n               <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-scientific\"><strong>Industry 4.0 Science<\/strong> | Volume 42 | 2026 | Edition 2 | Pages 62-69<\/div>            <\/div>\n         <\/div>\n      <\/a>\n   <\/div>\n   <div class=\"gito-pub-frontend-post-card gito-pub-flex-item gito-pub-flex-item-1\">\n      <a href=\"https:\/\/industry-science.com\/en\/articles\/digital-twins-production-logistics\/\">\n         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-row\">         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column gito-pub-frontend-post-card-column-image\">\n            <picture>\n               <source media=\"(max-width:640px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/AdobeStock_1784362718_Andrey-Popov-640x325.webp\">\n               <source media=\"(min-width:641px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/AdobeStock_1784362718_Andrey-Popov-196x180.webp\">\n               <img decoding=\"async\" class=\"gito-pub-frontend-post-card-image\" src=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/AdobeStock_1784362718_Andrey-Popov-196x180.webp\" alt=\"Experiencing Digital Twins in Production and Logistics\">\n            <\/picture>\n         <\/div>\n            <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column\">               <div class=\"ellipsis\" style=\"height:166px !important;overflow:hidden;\" title=\"Experiencing Digital Twins in Production and Logistics\">                  <table class=\"gito-pub-frontend-post-card-header\">\n            \t     <tr>\n                        <td>                  \t\t   <h4 class=\"gito-pub-frontend-post-card-title\" style=\"line-height:1.2em;\">Experiencing Digital Twins in Production and Logistics<\/h4>\n                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-subtitle\">The fischertechnik\u00ae Learning Factory 4.0 as a development platform for possible expansion stages<\/div>                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-author\"><a href=\"\/authors\/deike-gliem\/\">Deike Gliem<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0001-8098-334X\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a>, <a href=\"\/authors\/sigrid-wenzel\/\">Sigrid Wenzel<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0001-9594-1839\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a>, <a href=\"\/authors\/jan-schickram\/\">Jan Schickram<\/a>, <a href=\"\/authors\/tareq-albeesh\/\">Tareq Albeesh<\/a><\/div>\n                        <\/td>\n                     <\/tr>\n                  <\/table>\n                  <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-text\">\n                     The fischertechnik\u00ae Learning Factory 4.0 has proven to be a suitable experimental environment for testing digital twins. Depending on the targeted maturity stage, the functions of a digital twin range from status monitoring and forecasting to the operational control of production and logistics systems. To systematically classify these functions, this article presents a maturity model that serves as a framework for the development of a digital twin. Building on this, selected use cases are implemented in a test and development environment based on a system architecture with multi-layered logic structure. These initial implementations serve to highlight application purposes, relevant methods, and typical challenges and potentials in the transfer to real factory environments.                  <\/div>\n               <\/div>\n               <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-scientific\"><strong>Industry 4.0 Science<\/strong> | Volume 42 | Edition 2 | Pages 30-37 | DOI <a style=\"font-weight:bold !important;\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.30844\/I4SE.26.2.30\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">10.30844\/I4SE.26.2.30<\/a><\/div>            <\/div>\n         <\/div>\n      <\/a>\n   <\/div>\n   <div class=\"gito-pub-frontend-post-card gito-pub-flex-item gito-pub-flex-item-1\">\n      <a href=\"https:\/\/industry-science.com\/en\/articles\/collaborative-robots-production\/\">\n         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-row\">         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column gito-pub-frontend-post-card-column-image\">\n            <picture>\n               <source media=\"(max-width:640px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/wienzek-640x325.jpg\">\n               <source media=\"(min-width:641px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/wienzek-196x180.jpg\">\n               <img decoding=\"async\" class=\"gito-pub-frontend-post-card-image\" src=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/wienzek-196x180.jpg\" alt=\"Collaborative Robots in Production Environments\">\n            <\/picture>\n         <\/div>\n            <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column\">               <div class=\"ellipsis\" style=\"height:166px !important;overflow:hidden;\" title=\"Collaborative Robots in Production Environments\">                  <table class=\"gito-pub-frontend-post-card-header\">\n            \t     <tr>\n                        <td>                  \t\t   <h4 class=\"gito-pub-frontend-post-card-title\" style=\"line-height:1.2em;\">Collaborative Robots in Production Environments<\/h4>\n                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-subtitle\">Employee qualification and acceptance for human-machine interaction<\/div>                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-author\"><a href=\"\/authors\/tobias-wienzek-en\/\">Tobias Wienzek<\/a>, <a href=\"\/authors\/mathias-cuypers\/\">Mathias Cuypers<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-2384-8085\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a><\/div>\n                        <\/td>\n                     <\/tr>\n                  <\/table>\n                  <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-text\">\n                     The introduction of new technologies poses a major challenge, especially for small and medium-sized enterprises (SMEs). At the same time, SMEs must rise to this challenge in order to keep pace technologically and economically. Employee acceptance is an important factor in ensuring that both the introduction and the long-term use of a technology are successful. At the same time, the introduction process also has a central influence on acceptance in the long term. This article uses the implementation of collaborative robotics as an example for examining such an introduction process, identifying the key factors that influence employee acceptance and the important role played by advanced employee training. It serves to highlight how the introduction process and employee training are seamlessly interlinked.                  <\/div>\n               <\/div>\n               <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-scientific\"><strong>Industry 4.0 Science<\/strong> | Volume 42 | 2026 | Edition 2 | Pages 14-21 | DOI <a style=\"font-weight:bold !important;\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.30844\/I4SE.26.2.14\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">10.30844\/I4SE.26.2.14<\/a><\/div>            <\/div>\n         <\/div>\n      <\/a>\n   <\/div>\n   <div class=\"gito-pub-frontend-post-card gito-pub-flex-item gito-pub-flex-item-1\">\n      <a href=\"https:\/\/industry-science.com\/en\/articles\/xai-predicting-nudging-decision\/\">\n         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-row\">         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column gito-pub-frontend-post-card-column-image\">\n            <picture>\n               <source media=\"(max-width:640px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Herrmann_AdobeStock_1849357106_InfiniteFlow-640x325.webp\">\n               <source media=\"(min-width:641px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Herrmann_AdobeStock_1849357106_InfiniteFlow-196x180.webp\">\n               <img decoding=\"async\" class=\"gito-pub-frontend-post-card-image\" src=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Herrmann_AdobeStock_1849357106_InfiniteFlow-196x180.webp\" alt=\"XAI for Predicting and Nudging Worker Decision-Making\">\n            <\/picture>\n         <\/div>\n            <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column\">               <div class=\"ellipsis\" style=\"height:166px !important;overflow:hidden;\" title=\"XAI for Predicting and Nudging Worker Decision-Making\">                  <table class=\"gito-pub-frontend-post-card-header\">\n            \t     <tr>\n                        <td>                  \t\t   <h4 class=\"gito-pub-frontend-post-card-title\" style=\"line-height:1.2em;\">XAI for Predicting and Nudging Worker Decision-Making<\/h4>\n                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-subtitle\">Feasibility and perceived ethical issues<\/div>                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-author\"><a href=\"\/authors\/jan-phillip-herrmann\/\">Jan-Phillip Herrmann<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-8875-1890\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a>, <a href=\"\/authors\/catharina-baier\/\">Catharina Baier<\/a>, <a href=\"\/authors\/sven-tackenberg-en\/\">Sven Tackenberg<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0001-7083-501X\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a>, <a href=\"\/authors\/verena-nitsch-en\/\">Verena Nitsch<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-4784-1283\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a><\/div>\n                        <\/td>\n                     <\/tr>\n                  <\/table>\n                  <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-text\">\n                     Explainable artificial intelligence (XAI)-based nudging, while ethically complex, may offer a favorable alternative to rigid, algorithmically generated schedules that simultaneously respects worker autonomy and improves overall scheduling performance on the shop floor. This paper presents a controlled laboratory study demonstrating the successful nudging of 28 industrial engineering students in a job shop simulation. The study shows that the observed concordance between students\u2019 sequencing decisions and a predefined target sequence increases by 9% through nudging. This is done by using XAI to analyze students\u2019 preferences and adjusting task deadlines and priorities in the simulation. The paper discusses the ethical issues of nudging, including potential manipulation, illusory autonomy, and reducing people to numbers. To mitigate these issues, it offers recommendations for implementing the XAI-based nudging approach in practice and highlights its strengths relative to rigid, ...                  <\/div>\n               <\/div>\n               <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-scientific\"><strong>Industry 4.0 Science<\/strong> | Volume 42 | 2026 | Edition 1 | Pages 70-78<\/div>            <\/div>\n         <\/div>\n      <\/a>\n   <\/div>\n   <div class=\"gito-pub-frontend-post-card gito-pub-flex-item gito-pub-flex-item-1\">\n      <a href=\"https:\/\/industry-science.com\/en\/articles\/ai-assembly-workplace-design\/\">\n         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-row\">         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column gito-pub-frontend-post-card-column-image\">\n            <picture>\n               <source media=\"(max-width:640px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Tuli_AdobeStock_1665432467_Grispb-640x325.webp\">\n               <source media=\"(min-width:641px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Tuli_AdobeStock_1665432467_Grispb-196x180.webp\">\n               <img decoding=\"async\" class=\"gito-pub-frontend-post-card-image\" src=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Tuli_AdobeStock_1665432467_Grispb-196x180.webp\" alt=\"Applied AI for Human-Centric Assembly Workplace Design\">\n            <\/picture>\n         <\/div>\n            <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column\">               <div class=\"ellipsis\" style=\"height:166px !important;overflow:hidden;\" title=\"Applied AI for Human-Centric Assembly Workplace Design\">                  <table class=\"gito-pub-frontend-post-card-header\">\n            \t     <tr>\n                        <td>                  \t\t   <h4 class=\"gito-pub-frontend-post-card-title\" style=\"line-height:1.2em;\">Applied AI for Human-Centric Assembly Workplace Design<\/h4>\n                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-subtitle\">An ethics-informed approach<\/div>                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-author\"><a href=\"\/authors\/tadele-belay-tuli\/\">Tadele Belay Tuli<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-6769-0646\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a>, <a href=\"\/authors\/michael-jonek\/\">Michael Jonek<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0003-2489-6991\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a>, <a href=\"\/authors\/sascha-niethammer\/\">Sascha Niethammer<\/a>, <a href=\"\/authors\/henning-vogler\/\">Henning Vogler<\/a>, <a href=\"\/authors\/martin-manns\/\">Martin Manns<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-1027-4465\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a><\/div>\n                        <\/td>\n                     <\/tr>\n                  <\/table>\n                  <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-text\">\n                     Artificial intelligence (AI) can enhance smart assembly by predicting human motion and adapting workplace design. Using probabilistic models such as Gaussian Mixture Models (GMMs), AI systems anticipate operator actions to improve coordination with robots. However, these predictive systems raise ethical concerns related to safety, fairness, and privacy under the EU AI Act, which classifies them as high-risk. This paper presents a conceptual method integrating probabilistic motion modeling with ethical evaluation via Z-Inspection\u00ae. An industrial case study using the Smart Work Assistant (SWA) demonstrates how multimodal sensing (motion, gaze) and interpretable models enable anticipatory assistance. The approach moves from ethics evaluation to ethics-informed work design, yielding transferable principles and a configurable assessment matrix that supports compliance-by-design in collaborative assembly.                  <\/div>\n               <\/div>\n               <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-scientific\"><strong>Industry 4.0 Science<\/strong> | Volume 42 | 2026 | Edition 1 | Pages 60-68 | DOI <a style=\"font-weight:bold !important;\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.30844\/I4SE.26.1.58\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">10.30844\/I4SE.26.1.58<\/a><\/div>            <\/div>\n         <\/div>\n      <\/a>\n   <\/div>\n<\/div>\n<!-- GITO_PUB_POST end flex-container -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The toolfree production of parts using 3D printing technology enables dynamic use of the production area. On the one hand, this makes it possible to react flexibly to changes and, on the other hand, to achieve a high level of efficiency in the production units.\u00a0The blockchain technology enables a common database between the participants.\u00a0This leads to a verifiable collaboration in the case of the relationship between customer and manufacturer. This paper describes how available additive manufacturing resources can be identified and offered in a decentralized production 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