{"id":93411,"date":"2018-12-15T12:00:00","date_gmt":"2018-12-15T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/industry-science.com\/?post_type=article&#038;p=93411"},"modified":"2024-04-16T16:32:10","modified_gmt":"2024-04-16T14:32:10","slug":"artificial-intelligence-gives-wings-cyber-physical-systems","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/industry-science.com\/en\/articles\/artificial-intelligence-gives-wings-cyber-physical-systems\/","title":{"rendered":"Artificial Intelligence gives wings Cyber-Physical Systems"},"content":{"rendered":"\n<p>Software ver\u00e4ndert die Welt auf so vielen Ebenen, dass die Auswirkungen kaum zu \u00fcberblicken sind: Es entstehen neue Kommunikationsformen, neue Gesch\u00e4ftsmodelle, neue Plattformen. Deutlich zeigt sich diese Entwicklung beim Blick auf die Vernetzung von physischen Gegenst\u00e4nden. Denn jede Maschine, jedes Haushaltsger\u00e4t, jeder Pkw, der mit dem Internet verbunden ist, ist mehr als nur ein Gegenstand mit einer IPAdresse. F\u00fcr jeden dieser physischen Gegenst\u00e4nde tun sich neue M\u00f6glichkeiten auf, sind neue Prozesse denkbar, ergeben sich neue Gesch\u00e4ftsmodelle [1].<\/p>\n\n<p>Das Digitale ist gerade dabei, das Reale mit einer Schicht zu \u00fcberziehen. Die Daten, die hier flie\u00dfen und die Informationen, die Unternehmen hier gewinnen, entscheiden immer h\u00e4ufiger \u00fcber Erfolg und Misserfolg. In diesem Umfeld kommen die sogenannten CPS ins Spiel. CPS schlie\u00dfen die L\u00fccke zwischen den Welten, indem sie physische Gegenst\u00e4nde und Abl\u00e4ufe unmittelbar in digitale Prozesse integrieren. Dies steigert einerseits die Effizienz existierender Prozesse sowie die Genauigkeit und Aktualit\u00e4t der darin verarbeiteten Daten.<\/p>\n\n<p>Dies er\u00f6ffnet andererseits aber auch ganz neue M\u00f6glichkeiten bei der Interpretation der physischen Welt und der Interaktion zwischen System und Realit\u00e4t. Typische Szenarien, in denen CPS ihre St\u00e4rke ausspielen, sind beispielsweise das Finden von Optimierungspotenzialen in Prozessen, das Erkennen von Mustern in komplexen Abl\u00e4ufen oder die enge Zusammenarbeit gemeinsam mit Menschen an gemeinsamen Aufgaben, beispielsweise in der Konstruktion oder im Maschinenbau.<\/p>\n\n<p>CPS sind also eng mit den Abl\u00e4ufen in der realen Welt verwoben. Diese N\u00e4he stellt Entwickler vor unbekannte Herausforderungen. Denn bisher bewegten sie sich h\u00e4ufig in Umgebungen, deren Parameter sie kannten und f\u00fcr die Modellbildung nutzen konnten. Entweder waren es g\u00e4nzlich digitale Abl\u00e4ufe, beispielsweise in Banken oder Versicherungen. Oder die Experten arbeiteten in einem Umfeld, das sie nach Bedarf kontrollieren und manipulieren konnten, beispielsweise Produktionsstra\u00dfen oder Hochregallager. Au\u00dferhalb von Rechenzentren und Fabriktoren sind Entwicklungen aber deutlich schwerer zu prognostizieren. Die Realit\u00e4t passt nicht in die Modelle der Informatiker.<\/p>\n\n<p>Von Natur aus vereinen CPS in sich also Anteile aus beiden Welten: In ihnen st\u00f6\u00dft die Ordnung des Digitalen und die Unordnung des Realen aufeinander. Um der Komplexit\u00e4t, die sich daraus ergibt, Herr zu werden, bieten sich Methoden der KI wie beispielsweise Muster-, Bilder oder Anomalieerkennung an. Denn diese erweitern das Spektrum der M\u00f6glichkeiten von CPS und machen so neue Anwendungsf\u00e4lle und -felder denkbar.<\/p>\n\n<p>Funktionieren wird dieses Zusammenspiel zwischen KI und CPS aber nur, wenn bereits die zugrundeliegenden IT-Systeme von Unternehmen diese Dualit\u00e4t zwischen digitaler und realer Welt beherrschen. Klassische IT-Strukturen sind in der digitalen Welt verfangen und sto\u00dfen hier an ihre Grenzen. Gefragt ist ein Konzept, das alle Aspekte integriert betrachtet.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">KI \u2013 der beste Freund des CPS<\/h2>\n\n<p>Gef\u00fchlt gibt es so viele Definitionen f\u00fcr KI, wie es Forscher gibt, die sich mit diesem Gebiet besch\u00e4ftigen. F\u00fcr die folgenden Ausf\u00fchrungen reicht eine kurze, pragmatische Definition: KI ist ein Teilgebiet der Informatik, das sich mit der Erforschung von Mechanismen des intelligenten menschlichen Verhaltens befasst [2]. Wissenschaftler unterscheiden zwischen zwei Ans\u00e4tzen: Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer starken und schwachen KI: Ziel einer starken KI (Englisch \u201eStrong AI\u201c) ist es, die Vorg\u00e4nge im menschlichen Gehirn abzubilden und zu imitieren. Allgemein z\u00e4hlen Experten auch Eigenschaften wie Bewusstsein oder Empathie zu den Merkmalen einer starken KI.<\/p>\n\n<p>Im Gegensatz dazu geht es bei der schwachen KI (Englisch \u201eWeak AI\u201c oder \u201eNarrow AI \u201c) nicht darum, menschliche Denkprozesse, Abw\u00e4gungen und Kreativit\u00e4t zu imitieren, sondern gezielt Algorithmen f\u00fcr bestimmte, abgegrenzte Problemstellungen zu entwickeln. [3] Starke KI liegt au\u00dferhalb der aktuellen technischen M\u00f6glichkeiten und ist auf absehbare Zeit eher ein Gedankenspiel f\u00fcr Theoretiker. Schwache KI hingegen ist ein Ansatz, der heutzutage in vielen Anwendungen eine Rolle spielt.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"800\" src=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gruhn_IM-18-6_BIld-1-1024x800.png\" alt=\"Der Aufbau von klassischen Informationssystemen versus Cyber-Physical Systems\" class=\"wp-image-101619\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gruhn_IM-18-6_BIld-1-1024x800.png 1024w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gruhn_IM-18-6_BIld-1-510x399.png 510w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gruhn_IM-18-6_BIld-1-64x50.png 64w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gruhn_IM-18-6_BIld-1-480x375.png 480w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gruhn_IM-18-6_BIld-1-768x600.png 768w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gruhn_IM-18-6_BIld-1-374x292.png 374w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gruhn_IM-18-6_BIld-1-1536x1200.png 1536w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gruhn_IM-18-6_BIld-1.png 1666w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Bild 1: Der Aufbau von klassischen Informationssystemen versus Cyber-Physical Systems.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<p>Wenn gesprochene Sprache in Text \u00fcbertragen wird, wenn ein Chatbot auf einer Website eine Kundenanfrage beantwortet oder ein Bilderkennungssystem Gegenst\u00e4nde auf Fotos markiert, arbeiten im Hintergrund KI-Technologien.<\/p>\n\n\n\n<p>Genau diese Technologien sind es auch, die sich f\u00fcr den Einsatz im Umfeld von CPS eignen. Denn die weiter oben beschriebenen typischen Szenarien, in denen CPS ihre St\u00e4rke ausspielen &#8211; das Finden von Optimierungspotenzialen, das Erkennen von Mustern, die enge Zusammenarbeit mit Menschen &#8211; sind typische Einsatzfelder f\u00fcr KI.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mensch und Maschine Hand in Hand<\/h2>\n\n<p>Bisher beschr\u00e4nkte sich der Einsatz von automatischen Fertigungssystemen, beispielsweise Robotern, auf das Ausf\u00fchren fest vorgegebener Bewegungsmuster. CPS, die auf sogenannten Machine-Learning-Technologien (ML) setzen, erm\u00f6glichen in Zukunft einen deutlich flexibleren Einsatz im Produktionsprozess. Unter ML verstehen Experten die F\u00e4higkeit eines Systems, das Durchf\u00fchren von Aufgaben mittels vorhandener Erfahrung selbstst\u00e4ndig zu verbessern. Dieser Lernprozess basiert auf bereits vorhandenen Daten.<\/p>\n\n<p>In den letzten Jahren haben Forscher dank ML noch vor kurzem kaum vorstellbare Durchbr\u00fcche im Bereich des maschinellen Sehens, also dem automatischen Erkennen von Objekten und Situationen aus Bildern, sowie im Bereich der Sprach- und Gestenerkennung erzielt. So ist es f\u00fcr CPS m\u00f6glich, Anweisungen von Menschen durch nat\u00fcrliche Sprache und Gesten zu erkennen. Dies erweitert das Spektrum der Kommunikationsm\u00f6glichkeiten deutlich: Im laufenden Produktionsbetrieb k\u00f6nnen Mitarbeiter dem System auf Zuruf oder mit einfachen Gesten Anweisungen geben, ohne ihre eigene Arbeit unterbrechen zu m\u00fcssen.<\/p>\n\n<p>Aber ML hat noch eine weitere, mindestens genauso bedeutende Auswirkung auf das Einsatzspektrum von CPS: Die Technologie erlaubt die engere Zusammenarbeit und direktere Kooperation von Menschen und Maschinen. Bisher arbeiten beide Seiten, beispielsweise in der Produktion, aus Gr\u00fcnden der Unfallvermeidung oft getrennt voneinander. Um menschliche Mitarbeiter zu sch\u00fctzen, m\u00fcssen Unternehmen Schnittstellen der Zusammenarbeit aufwendig planen und umsetzen. Dank M\u00f6glichkeiten wie der automatischen Bilderkennung und -interpretation ist ein CPS nicht mehr blind f\u00fcr seine Umgebung. Es erkennt den Aufenthaltsort und die Bewegungsparameter seiner menschlichen Kollegen und kann die eigenen Bewegungsabl\u00e4ufe darauf abstimmen &#8211; Stichwort Arbeitssicherheit [4].<\/p>\n\n<p>Das CPS kann sich aber auch, im wahrsten Sinne des Wortes, ein Bild von der Stimmung seines Gegen\u00fcbers machen. Ist der Mensch abgelenkt? L\u00e4sst die Konzentration langsam nach? \u00dcbersieht er eine Gefahrensituation? Hier spielen die oben bereits erw\u00e4hnten M\u00f6glichkeiten zur Bilderkennung eine Rolle: Aufnahmen des Gesichtes und die Analyse der Mimik sind die Grundlage f\u00fcr die Einsch\u00e4tzung der Situation. Aber auch Stimmanalysen und Blickmusterauswertungen helfen CPS dabei, ein \u201eGef\u00fchl\u201c f\u00fcr die Situation zu entwickeln. Im Laufe der Zusammenarbeit lernt das System, immer zutreffendere Prognosen \u00fcber seinen menschlichen Kollegen zu treffen.<\/p>\n\n<p>Die verbesserten M\u00f6glichkeiten zur Interpretation menschlichen Verhaltens bieten aber nicht nur mehr Sicherheit und einfachere Mensch-CPS-Kommunikationsformen. Sie erlauben es auch, dass Mitarbeiter den Systemen schneller neue Funktionen beibringen k\u00f6nnen beziehungsweise sie in vorhandene Abl\u00e4ufe einfacher integrieren k\u00f6nnen. Es bedarf dazu keiner dedizierten Entwickler mehr.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"650\" height=\"648\" src=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gruhn_IM-18-6_BIld-2-1.png\" alt=\"Verfahren der K&#xFC;nstlichen Intelligenz erweitern die F&#xE4;higkeiten von Cyber-Physical Systems\" class=\"wp-image-101623\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gruhn_IM-18-6_BIld-2-1.png 650w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gruhn_IM-18-6_BIld-2-1-100x100.png 100w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gruhn_IM-18-6_BIld-2-1-510x508.png 510w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gruhn_IM-18-6_BIld-2-1-64x64.png 64w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gruhn_IM-18-6_BIld-2-1-376x375.png 376w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gruhn_IM-18-6_BIld-2-1-150x150.png 150w, https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Gruhn_IM-18-6_BIld-2-1-293x292.png 293w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Bild 2: Verfahren der K\u00fcnstlichen Intelligenz erweitern die F\u00e4higkeiten von Cyber-Physical Systems.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>CPS, beispielsweise in Gestalt von Produktionsrobotern, lernen durch das Beobachten und Imitieren menschlicher Bewegungen. Ohne gro\u00dfen Aufwand k\u00f6nnen sie so neue Fertigkeiten erlernen.<\/p>\n\n\n\n<p>Je besser CPS und Menschen einander verstehen, desto n\u00e4her am Menschen lassen sich solche Systeme einsetzen. Denkbar ist die Nutzung in den Bereichen der Medizin- oder Pflegebranche. Hier k\u00f6nnen Mediziner CPS beispielsweise als Assistenten bei Operationen einsetzen. Die Systeme sind in der Lage, Instrumente mit extrem hoher Pr\u00e4zision auch bei komplexen Behandlungen zu f\u00fchren. Dies erlaubt die fortschreitende Miniaturisierung von Werkzeugen, die wiederum zu geringeren Beeintr\u00e4chtigungen f\u00fcr den Patienten f\u00fchrt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Entscheidungsfreudige CPS<\/h2>\n\n<p>Aber KI erlaubt nicht nur, dass CPS und Menschen einander besser verstehen und enger zusammenarbeiten k\u00f6nnen. Sie hilft auch dabei, dass Systeme autonomer entscheiden und arbeiten k\u00f6nnen. So erlauben es die Techniken des bereits erw\u00e4hnten ML einem CPS, automatisch Regeln abzuleiten und so adaptives Verhalten zu entwickeln. ML erm\u00f6glicht es CPS, mithilfe spezieller Algorithmen automatisiert &#8211; auf der Grundlage vorhandener Daten &#8211; zu lernen. Dabei erkennen Systeme Zusammenh\u00e4nge und Korrelationen und leiten daraus Regeln ab, ohne dass Experten diese im Vorfeld definieren m\u00fcssen.<\/p>\n\n<p>Das System erkennt selbstst\u00e4ndig neue Begebenheiten und reagiert auf diese. Ein derart intelligentes und vollst\u00e4ndig vernetztes CPS kann beispielsweise eigenst\u00e4ndig die Auswirkungen der versp\u00e4teten Anlieferung von Bauteilen auf den Produktionsprozess absch\u00e4tzen und entsprechend darauf reagieren. Es informiert nach- beziehungsweise vorgelagerte Produktionsstufen, priorisiert die Abl\u00e4ufe neu und vergibt neue Termine &#8211; unabh\u00e4ngig vom menschlichen Zutun. Dabei spult das CPS nicht nur starr eine vorgegebene Programmierung ab, sondern passt seine Planungen eigenst\u00e4ndig an die ver\u00e4nderlichen Umweltparameter an.<\/p>\n\n<p>Solche CPS mit hohem Autonomiegrad werden prim\u00e4r in den Bereichen der industriellen Fertigung eingesetzt. In der Automobilfertigung sind Roboter bereits heute weit verbreitet. Ihr Einsatz ist jedoch auf einzelne, sich oft wiederholende Aufgaben beschr\u00e4nkt. Wie oben gezeigt, k\u00f6nnen intelligente CPS ihre Arbeitsschritte hingegen der Umgebung anpassen und direkt mit Menschen zusammenarbeiten. Dies erm\u00f6glicht k\u00fcrzere Entwicklungs- und auch Produktionszyklen, daraus erw\u00e4chst ein Wettbewerbsvorteil bei der z\u00fcgigen Umsetzung von Innovationen. Gerade in Logistikketten mit zahlreichen Beteiligten und vielf\u00e4ltigen Zusammenh\u00e4ngen spielen autonome Systeme ihre St\u00e4rken aus. In anderen Branchen, zum Beispiel in der chemischen Industrie, verbessern CPS die Arbeitssicherheit der Mitarbeiter. In Zukunft wird die Produktion in Fabriken also g\u00e4nzlich anders aussehen.<\/p>\n\n<p>In der Fertigung und Logistik f\u00fchren KI-Technologien zu einer verbesserten Adaptivit\u00e4t der Systeme: Bei auftretenden Problemen oder Engp\u00e4ssen k\u00f6nnen kommunizierende CPS selbstst\u00e4ndig neue L\u00f6sungswege finden und umsetzen. Dar\u00fcber hinaus er\u00f6ffnet KI aber auch das Feld des sogenannten Predictive Maintenance, verstanden als das fr\u00fchzeitige Erkennen beziehungsweise Vorhersagen von auftretenden Problemen und den daraus resultierenden vorausschauenden Wartungsarbeiten. Grundlage daf\u00fcr bilden die Konzepte der Mustererkennung (Interpretation wiederkehrender Muster) und der Anomalieerkennung. KI bietet die Chance, Ausfallzeiten zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren. So k\u00f6nnen Unternehmen Kosten sparen und verl\u00e4sslichere Services bereitstellen. Bei kritischen Systemen f\u00fchrt dies nicht nur zu finanziellen Einsparungen, sondern auch zu mehr Sicherheit [5].<\/p>\n\n<p>M\u00f6glich sind all diese Entwicklungen, da CPSSensoren alle Arbeitsschritte, Prozesse und Ereignisse erfassen und sammeln. Aber die Entwicklung geht \u00fcber die reine Produktion hinaus. Die Integration von Sensortechnologien in das Endprodukt erm\u00f6glicht das Erfassen von Daten \u00fcber den gesamten Lebenszyklus eines Produktes hinweg. KI-Analyseverfahren erlauben g\u00e4nzlich neue Einblicke in Nutzung, Verschlei\u00df und Servicebedarf von Ger\u00e4ten und Maschinen. Diese Einblicke tragen wesentlich zur Optimierung von Produktionsprozessen und Endprodukten bei.<\/p>\n\n<p>So eine Fabrik der Zukunft ist also ein Netzwerk aus kommunizierenden CPS, die Daten erfassen, auswerten und kooperativ planen. Entlang der gesamten Produktionskette ergeben sich so M\u00f6glichkeiten, vorhandene Abl\u00e4ufe anders zu denken: Das f\u00e4ngt an bei der initialen Planung eines Produktes, geht \u00fcber die Konstruktion und Fertigung und reicht bis zu Auslieferung und Betrieb. Beispielsweise k\u00f6nnen Verfahren der KI dabei helfen, individuelle Kundenbed\u00fcrfnisse zu identifizieren. Auch in diesem Zusammenhang spielen Methoden wie Muster- oder Anomalieerkennung eine gro\u00dfe Rolle<\/p>\n\n<p> Die Datengrundlage daf\u00fcr bilden historische Daten, die von den mit Sensoren ausgestatteten Produkten selbst kommen. CPS in der Produktion sorgen dann daf\u00fcr, dass Unternehmen individualisierte Produkte auch in geringer Auflage \u2013 Stichwort Losgr\u00f6\u00dfe 1 \u2013 mit geringem zus\u00e4tzlichen Aufwand produzieren k\u00f6nnen. In der Konstruktion k\u00f6nnen Algorithmen einzelne Bauteile, ganze Maschinen oder auch erg\u00e4nzende Servicepakete wie Wartungsvertr\u00e4ge optimieren \u2013 und das in einem durch den Menschen nicht mehr nachvollziehbaren Grad der Detaillierung.<\/p>\n\n<p>All die oben beschriebenen M\u00f6glichkeiten werden Unternehmen aber kaum mit vorhandenen IT-Systemen realisieren k\u00f6nnen. Denn diese sind zu sehr im traditionellen Ansatz der Modellbildung verfangen. Die IT-Verantwortlichen in Unternehmen werden umdenken m\u00fcssen.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">IT-Systeme f\u00fcr alle F\u00e4lle<\/h2>\n\n<p>In Zukunft werden es Experten immer h\u00e4ufiger mit Systemen zu tun haben, in denen die reale Welt von Menschen, Maschinen und Gegenst\u00e4nden &#8211; Atome &#8211; mit der Abbildung der realen Welt in Form von Software, Daten und Algorithmen &#8211; Bytes &#8211; bis zur Ununterscheidbarkeit miteinander verschmelzen. Es sind Systeme, bei denen Unternehmen die gesammelten Daten mit jetzt noch ungeahnten M\u00f6glichkeiten kognitiver Anwendungen analysieren und daraus R\u00fcckschl\u00fcsse ziehen k\u00f6nnen. Und weil das auf Englisch einfach besser zusammenpasst, bezeichnen wir diese Systeme als \u201eSystems of Atoms, Bits, Cognition and Data\u201c (ABCD-Systeme).<\/p>\n\n<p>Das wird die kommende ITStruktur sein: Im Kern besteht sie aus den klassischen Informationssystemen, die Experten schon seit Jahrzehnten kennen und optimieren. Auf dieser Grundlage arbeiten integrierte L\u00f6sungen aus CPS und Cognitive Computing Systems \u2013 je nach Branche und Unternehmen in unterschiedlichen Gewichtungen und Auspr\u00e4gungen. In dieser Konstellation aus A, B, C und D ver\u00e4ndern sich Gesch\u00e4ftsmodelle, hier wird \u00fcber Erfolg oder Misserfolg entschieden. Auch f\u00fcr diese Systeme gilt: Das Beherrschen von Technologien ist nur eine Voraussetzung f\u00fcr den Unternehmenserfolg. Alles Technologiewissen ist aber nichts wert ohne die F\u00e4higkeit, es in die Alltagswelt der eigenen Mitarbeiter und Kunden zu \u00fcbersetzen. Neue Prozesse, Angebote und Services kann nur der entwickeln, der Branche und Mitarbeiter versteht.<\/p>\n\n<p>Die Integration von Algorithmen in physikalische Produkte und Anlagen erm\u00f6glicht also neue Nutzungsszenarien und Services. Maschinen, Anlagen und Objekte k\u00f6nnen mit der Hilfe von Sensorik eine Vielzahl an Eigenschaften der Umgebung messen und diese angeschlossenen digitalen Services zur Verf\u00fcgung stellen, welche diese weiterverarbeiten. KI ist eine zentrale Technologie dieser neuen Generation von Produkten und erm\u00f6glicht smarte Entscheidungen aufgrund intelligenter Vorhersagen und Einsch\u00e4tzungen, welche zum Beispiel zu einer umfangreicheren Automatisierung f\u00fchren k\u00f6nnen und vorausdenkendes Handeln erm\u00f6glichen. Voraussetzung daf\u00fcr sind IT-Systeme, die von Grund auf in der digitalen und realen Welt zu Hause sind.<\/p>\n<hr><div class=\"gito-pub-content-bibliography\"><h2>Bibliography <\/h2>[1] Kelly, K.: The Inevitable: Understanding the 12 Technological Forces That Will Shape Our Future. London 2017.\r<br>[2] Wichert, A.: K\u00fcnstliche Intelligenz. In: Spektrum.de. https:\/\/www.spektrum.de\/lexikon\/neurowissenschaft\/kuenstliche-intelligenz\/6810, Abrufdatum 15.06.2018.\r<br>[3] Buxmann, P.; Schmidt, H.: Grundlagen der K\u00fcnstlichen Intelligenz und des Maschinellen Lernens. Erschienen in: Buxmann, P.; Schmidt, H. (Hrsg): K\u00fcnstliche Intelligenz: Mit Algorithmen zum wirtschaftlichen Erfolg. Berlin Heidelberg 2018.\r<br>[4] Brynjolfsson, E.; McAfee, A.: Race against the Machine. Lexington, MA, USA 2011.\r<br>[5] Brynjolfsson, E.; McAfee, A.: The Second Machine Age: Work, Progress, and Prosperity in a Time of Brilliant Technologies. New York London 2014.<\/div><div id=\"download-section\" class=\"gito-pub-download-section\" style=\"text-align:center;margin:20px;\"><h2>Your downloads<\/h2><button style=\"font-size:14px;margin-right:15px;\" class=\"button gito-pub-cpt-download-button\" data-postid=\"93411\" data-userid =\"0\" data-filename=\"gruhn_Kuenstliche-Intelligenz-verleiht-Cyber-Physical-Systems-Fluegel_IM-2018-6.pdf\"><span style=\"margin-top:5px !important;\" class=\"dashicons dashicons-download\"><\/span>&nbsp;&nbsp;PDF<\/button><\/div><div class=\"gito-pub-tags-social-share\" style=\"display:flex;justify-content:space-between;\"><div>Tags: <span class=\"gito-pub-tag-element\"><a href=\"\/tag\/artificial-intelligence\/\">artificial intelligence<\/a><\/span> <span class=\"gito-pub-tag-element\"><a href=\"\/tag\/artificial-intelligence-en\/\">Artificial intelligence<\/a><\/span> <span class=\"gito-pub-tag-element\"><a href=\"\/tag\/cyber-physical-system-en\/\">cyber-physical system<\/a><\/span> <span class=\"gito-pub-tag-element\"><a href=\"\/tag\/cyber-physical-system\/\">cyber-physical system<\/a><\/span> <span class=\"gito-pub-tag-element\"><a href=\"\/tag\/image-recognition\/\">Image Recognition<\/a><\/span> <span class=\"gito-pub-tag-element\"><a href=\"\/tag\/kuenstliche-intelligenz-en\/\">K\u00fcnstliche Intelligenz<\/a><\/span> <span class=\"gito-pub-tag-element\"><a href=\"\/tag\/kuenstliche-intelligenz\/\">K\u00fcnstliche Intelligenz<\/a><\/span> <span class=\"gito-pub-tag-element\"><a href=\"\/tag\/machine-learning\/\">machine learning<\/a><\/span> <span class=\"gito-pub-tag-element\"><a href=\"\/tag\/speech-recognition\/\">Speech Recognition<\/a><\/span> <\/div><div><div class=\"social-icons share-icons share-row relative\" ><a href=\"whatsapp:\/\/send?text=Artificial%20Intelligence%20gives%20wings%20Cyber-Physical%20Systems - https:\/\/industry-science.com\/en\/articles\/artificial-intelligence-gives-wings-cyber-physical-systems\/\" data-action=\"share\/whatsapp\/share\" class=\"icon button circle is-outline tooltip whatsapp show-for-medium\" title=\"Share on WhatsApp\" aria-label=\"Share on WhatsApp\"><i class=\"icon-whatsapp\" aria-hidden=\"true\"><\/i><\/a><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer.php?u=https:\/\/industry-science.com\/en\/articles\/artificial-intelligence-gives-wings-cyber-physical-systems\/\" data-label=\"Facebook\" onclick=\"window.open(this.href,this.title,'width=500,height=500,top=300px,left=300px'); 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Being resilient during crises is becoming a key competence. Serious games (SG) can help make resilience-building processes more transparent. This article derives specific requirements for SG from different phases of resilience and shows how these can be implemented in game mechanics in order to effectively support the training of resilience.                  <\/div>\n               <\/div>\n               <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-scientific\"><strong>Industry 4.0 Science<\/strong> | Volume 42 | 2026 | Edition 2 | Pages 98-104<\/div>            <\/div>\n         <\/div>\n      <\/a>\n   <\/div>\n   <div class=\"gito-pub-frontend-post-card gito-pub-flex-item gito-pub-flex-item-1\">\n      <a href=\"https:\/\/industry-science.com\/en\/articles\/from-brownfield-to-industry-4-0\/\">\n         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-row\">         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column gito-pub-frontend-post-card-column-image\">\n            <picture>\n               <source media=\"(max-width:640px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/voelker-640x325.jpg\">\n               <source media=\"(min-width:641px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/voelker-196x180.jpg\">\n               <img decoding=\"async\" class=\"gito-pub-frontend-post-card-image\" src=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/voelker-196x180.jpg\" alt=\"From Brownfield to Industry 4.0\">\n            <\/picture>\n         <\/div>\n            <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column\">               <div class=\"ellipsis\" style=\"height:166px !important;overflow:hidden;\" title=\"From Brownfield to Industry 4.0\">                  <table class=\"gito-pub-frontend-post-card-header\">\n            \t     <tr>\n                        <td>                  \t\t   <h4 class=\"gito-pub-frontend-post-card-title\" style=\"line-height:1.2em;\">From Brownfield to Industry 4.0<\/h4>\n                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-subtitle\">Learning factories as training and testing environment for digital transformation<\/div>                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-author\"><a href=\"\/authors\/jakob-weber\/\">Jakob Weber<\/a>, <a href=\"\/authors\/sven-voelker\/\">Sven V\u00f6lker<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0009-0000-9707-1478\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a><\/div>\n                        <\/td>\n                     <\/tr>\n                  <\/table>\n                  <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-text\">\n                     <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-abo-sign gito-pub-login-register-link\" data-targetabo=\"expert\" data-targeturl=\"https:\/\/industry-science.com\/en\/articles\/from-brownfield-to-industry-4-0\/\" title=\"please login or register - content can only be read in its entirety with a subscription  expert\">\n\t\t\t                         <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/plugins\/gito-publisher\/img\/i4s-login.png\">\n\t\t\t                      <\/div>To succeed in their digital transformation, manufacturing companies need engineers with in-depth knowledge of key technologies and concepts, and a profound understanding of the transition from Industry 3.0 to Industry 4.0. This article describes the concept of a learning factory that is continuously subjected to a digital transformation, thereby creating an environment for the development of transformation competencies. The concept of digital transformation is based on digital worker assistance systems and multi-agent systems for production control. These enable the incremental integration of existing resources into the digitalized factory. The learning factory is not presented to students as a completed solution. Instead, it is continuously developed further as part of student projects. This way, it contributes directly to the qualification of personnel for the implementation of Industry 4.0.                  <\/div>\n               <\/div>\n               <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-scientific\"><strong>Industry 4.0 Science<\/strong> | Volume 42 | 2026 | Edition 2 | Pages 88-96<\/div>            <\/div>\n         <\/div>\n      <\/a>\n   <\/div>\n   <div class=\"gito-pub-frontend-post-card gito-pub-flex-item gito-pub-flex-item-1\">\n      <a href=\"https:\/\/industry-science.com\/en\/articles\/ai-colleagues\/\">\n         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-row\">         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column gito-pub-frontend-post-card-column-image\">\n            <picture>\n               <source media=\"(max-width:640px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Franken_titel-640x325.jpg\">\n               <source media=\"(min-width:641px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Franken_titel-196x180.jpg\">\n               <img decoding=\"async\" class=\"gito-pub-frontend-post-card-image\" src=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Franken_titel-196x180.jpg\" alt=\"AI Colleagues?\">\n            <\/picture>\n         <\/div>\n            <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column\">               <div class=\"ellipsis\" style=\"height:166px !important;overflow:hidden;\" title=\"AI Colleagues?\">                  <table class=\"gito-pub-frontend-post-card-header\">\n            \t     <tr>\n                        <td>                  \t\t   <h4 class=\"gito-pub-frontend-post-card-title\" style=\"line-height:1.2em;\">AI Colleagues?<\/h4>\n                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-subtitle\">Competence requirements and training for AI use in industry<\/div>                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-author\"><a href=\"\/authors\/swetlana-franken-en\/\">Swetlana Franken<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-9991-3015\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a><\/div>\n                        <\/td>\n                     <\/tr>\n                  <\/table>\n                  <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-text\">\n                     <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-abo-sign gito-pub-login-register-link\" data-targetabo=\"expert\" data-targeturl=\"https:\/\/industry-science.com\/en\/articles\/ai-colleagues\/\" title=\"please login or register - content can only be read in its entirety with a subscription  expert\">\n\t\t\t                         <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/plugins\/gito-publisher\/img\/i4s-login.png\">\n\t\t\t                      <\/div>Artificial intelligence is fundamentally changing tasks, roles, and skills in (industrial) companies. Increasingly, it acts as a colleague, preparing decisions, supporting processes, and interacting with people. This article highlights key competence requirements for AI use in industry, presents an integrated competence model, and outlines practical strategies for the transfer of skills. The aim is to prepare companies and employees for humane, competence-oriented AI implementation that combines technological efficiency with human creativity and judgment.                  <\/div>\n               <\/div>\n               <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-scientific\"><strong>Industry 4.0 Science<\/strong> | Volume 42 | 2026 | Edition 2 | Pages 78-86<\/div>            <\/div>\n         <\/div>\n      <\/a>\n   <\/div>\n   <div class=\"gito-pub-frontend-post-card gito-pub-flex-item gito-pub-flex-item-1\">\n      <a href=\"https:\/\/industry-science.com\/en\/articles\/tachaid-ethical-ai\/\">\n         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-row\">         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column gito-pub-frontend-post-card-column-image\">\n            <picture>\n               <source media=\"(max-width:640px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Rath_AdobeStock_629687249_everythingpossible-640x325.jpg\">\n               <source media=\"(min-width:641px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Rath_AdobeStock_629687249_everythingpossible-196x180.jpg\">\n               <img decoding=\"async\" class=\"gito-pub-frontend-post-card-image\" src=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Rath_AdobeStock_629687249_everythingpossible-196x180.jpg\" alt=\"Operationalizing Ethical AI with tachAId\">\n            <\/picture>\n         <\/div>\n            <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column\">               <div class=\"ellipsis\" style=\"height:166px !important;overflow:hidden;\" title=\"Operationalizing Ethical AI with tachAId\">                  <table class=\"gito-pub-frontend-post-card-header\">\n            \t     <tr>\n                        <td>                  \t\t   <h4 class=\"gito-pub-frontend-post-card-title\" style=\"line-height:1.2em;\">Operationalizing Ethical AI with tachAId<\/h4>\n                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-subtitle\">Validating an interactive advisory tool in two manufacturing use cases<\/div>                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-author\"><a href=\"\/authors\/pavlos-rath-manakidis\/\">Pavlos Rath-Manakidis<\/a>, <a href=\"\/authors\/henry-huick\/\">Henry Huick<\/a>, <a href=\"\/authors\/bjoern-kraemer\/\">Bj\u00f6rn Kr\u00e4mer<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0009-0004-4659-012X\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a>, <a href=\"\/authors\/laurenz-wiskott\/\">Laurenz Wiskott<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0001-6237-740X\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a><\/div>\n                        <\/td>\n                     <\/tr>\n                  <\/table>\n                  <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-text\">\n                     Integrating artificial intelligence (AI) into workplace processes promises significant efficiency gains, yet organizations face numerous ethical challenges that stakeholders are often initially unaware of\u2014from opacity in decision-making to algorithmic bias and premature automation risks. This paper presents the design and validation of tachAId, an interactive advisory tool aimed at embedding human-centered ethical considerations into the development of AI solutions. It reports on a validation study conducted across two distinct industrial AI applications with varying AI maturity. tachAId successfully directs attention to critical ethical considerations across the AI solution lifecycle that might be overlooked in technically-focused development. However, the findings also reveal a central tension: while effective in raising awareness, the tool\u2019s non-linear design creates significant usability challenges, indicating a user preference for more structured, linear guidance, especially ...                  <\/div>\n               <\/div>\n               <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-scientific\"><strong>Industry 4.0 Science<\/strong> | Volume 42 | 2026 | Edition 1 | Pages 50-59 | DOI <a style=\"font-weight:bold !important;\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.30844\/I4SE.26.1.48\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">10.30844\/I4SE.26.1.48<\/a><\/div>            <\/div>\n         <\/div>\n      <\/a>\n   <\/div>\n   <div class=\"gito-pub-frontend-post-card gito-pub-flex-item gito-pub-flex-item-1\">\n      <a href=\"https:\/\/industry-science.com\/en\/articles\/ai-industrial-quality-control\/\">\n         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-row\">         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column gito-pub-frontend-post-card-column-image\">\n            <picture>\n               <source media=\"(max-width:640px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Uenal_AdobeStock_1653851064_Stock-640x325.webp\">\n               <source media=\"(min-width:641px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Uenal_AdobeStock_1653851064_Stock-196x180.webp\">\n               <img decoding=\"async\" class=\"gito-pub-frontend-post-card-image\" src=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Uenal_AdobeStock_1653851064_Stock-196x180.webp\" alt=\"AI Implementation in Industrial Quality Control\">\n            <\/picture>\n         <\/div>\n            <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column\">               <div class=\"ellipsis\" style=\"height:166px !important;overflow:hidden;\" title=\"AI Implementation in Industrial Quality Control\">                  <table class=\"gito-pub-frontend-post-card-header\">\n            \t     <tr>\n                        <td>                  \t\t   <h4 class=\"gito-pub-frontend-post-card-title\" style=\"line-height:1.2em;\">AI Implementation in Industrial Quality Control<\/h4>\n                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-subtitle\">A design science approach bridging technical and human factors<\/div>                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-author\"><a href=\"\/authors\/erdi-unal\/\">Erdi \u00dcnal<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0009-0007-2809-030X\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a>, <a href=\"\/authors\/kathrin-nauth\/\">Kathrin Nauth<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0009-0007-3457-102X\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a>, <a href=\"\/authors\/pavlos-rath-manakidis\/\">Pavlos Rath-Manakidis<\/a>, <a href=\"\/authors\/jens-poeppelbuss\/\">Jens P\u00f6ppelbu\u00df<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0003-4960-7818\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a>, <a href=\"\/authors\/felix-hoenig\/\">Felix Hoenig<\/a>, <a href=\"\/authors\/christian-meske\/\">Christian Meske<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0001-5637-9433\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a><\/div>\n                        <\/td>\n                     <\/tr>\n                  <\/table>\n                  <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-text\">\n                     Artificial intelligence (AI) offers significant potential to enhance industrial quality control, yet successful implementation requires careful consideration of ethical and human factors. This article examines how automated surface inspection systems can be deployed to augment human capabilities while ensuring ethical integration into workflows. Through design science research, twelve stakeholders from six organizations across three continents are interviewed and twelve sociotechnical design requirements are derived. These are organized into pre-implementation and implementation\/operation phases, addressing human agency, employee participation, and responsible knowledge management. Key findings include the critical importance of meaningful employee participation during pre-implementation, and maintaining human agency through experiential learning, building on existing expertise. This research contributes to ethical AI workplace implementation by providing guidelines that preserve human ...                  <\/div>\n               <\/div>\n               <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-scientific\"><strong>Industry 4.0 Science<\/strong> | Volume 42 | 2026 | Edition 1 | Pages 120-127 | DOI <a style=\"font-weight:bold !important;\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.30844\/I4SE.26.1.112\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">10.30844\/I4SE.26.1.112<\/a><\/div>            <\/div>\n         <\/div>\n      <\/a>\n   <\/div>\n   <div class=\"gito-pub-frontend-post-card gito-pub-flex-item gito-pub-flex-item-1\">\n      <a href=\"https:\/\/industry-science.com\/en\/articles\/ai-assembly-workplace-design\/\">\n         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-row\">         <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column gito-pub-frontend-post-card-column-image\">\n            <picture>\n               <source media=\"(max-width:640px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Tuli_AdobeStock_1665432467_Grispb-640x325.webp\">\n               <source media=\"(min-width:641px)\" srcset=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Tuli_AdobeStock_1665432467_Grispb-196x180.webp\">\n               <img decoding=\"async\" class=\"gito-pub-frontend-post-card-image\" src=\"https:\/\/industry-science.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Tuli_AdobeStock_1665432467_Grispb-196x180.webp\" alt=\"Applied AI for Human-Centric Assembly Workplace Design\">\n            <\/picture>\n         <\/div>\n            <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-column\">               <div class=\"ellipsis\" style=\"height:166px !important;overflow:hidden;\" title=\"Applied AI for Human-Centric Assembly Workplace Design\">                  <table class=\"gito-pub-frontend-post-card-header\">\n            \t     <tr>\n                        <td>                  \t\t   <h4 class=\"gito-pub-frontend-post-card-title\" style=\"line-height:1.2em;\">Applied AI for Human-Centric Assembly Workplace Design<\/h4>\n                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-subtitle\">An ethics-informed approach<\/div>                        <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-author\"><a href=\"\/authors\/tadele-belay-tuli\/\">Tadele Belay Tuli<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-6769-0646\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a>, <a href=\"\/authors\/michael-jonek\/\">Michael Jonek<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0003-2489-6991\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a>, <a href=\"\/authors\/sascha-niethammer\/\">Sascha Niethammer<\/a>, <a href=\"\/authors\/henning-vogler\/\">Henning Vogler<\/a>, <a href=\"\/authors\/martin-manns\/\">Martin Manns<\/a> <a href=\"https:\/\/orcid.org\/0000-0002-1027-4465\" target=\"_blank\" title=\"ORCID eintrag \u00f6ffnen.\" rel=\"noopener\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/orcid.org\/assets\/vectors\/orcid.logo.icon.svg\" alt=\"ORCID Icon\" style=\"width:16px;height:16px;vertical-align:middle;\"><\/a><\/div>\n                        <\/td>\n                     <\/tr>\n                  <\/table>\n                  <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-text\">\n                     Artificial intelligence (AI) can enhance smart assembly by predicting human motion and adapting workplace design. Using probabilistic models such as Gaussian Mixture Models (GMMs), AI systems anticipate operator actions to improve coordination with robots. However, these predictive systems raise ethical concerns related to safety, fairness, and privacy under the EU AI Act, which classifies them as high-risk. This paper presents a conceptual method integrating probabilistic motion modeling with ethical evaluation via Z-Inspection\u00ae. An industrial case study using the Smart Work Assistant (SWA) demonstrates how multimodal sensing (motion, gaze) and interpretable models enable anticipatory assistance. The approach moves from ethics evaluation to ethics-informed work design, yielding transferable principles and a configurable assessment matrix that supports compliance-by-design in collaborative assembly.                  <\/div>\n               <\/div>\n               <div class=\"gito-pub-frontend-post-card-scientific\"><strong>Industry 4.0 Science<\/strong> | Volume 42 | 2026 | Edition 1 | Pages 60-68 | DOI <a style=\"font-weight:bold !important;\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.30844\/I4SE.26.1.58\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">10.30844\/I4SE.26.1.58<\/a><\/div>            <\/div>\n         <\/div>\n      <\/a>\n   <\/div>\n<\/div>\n<!-- GITO_PUB_POST end flex-container -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Cyber-Physical Systems (CPS) are an example of the close connection between the digital and the real world. This connection makes the development of the systems more complex. Methods of Artificial Intelligence (AI) such as machine learning help companies to use these systems for new application scenarios. Image and speech recognition capabilities enable new, closer forms of cooperation between humans and CPS that previously did not work for occupational safety reasons. At the same time, machine learning enhances the cognitive abilities of CPS. They can work independently in situations which are difficult to 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